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Aktuelles  Meldungsübersicht:



Aktuelles

Neuer Vorsitzender beim Bundesverband der Belegärzte (BdB)

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PDF;-Datei  PRESSEINFORMATION - Dr. Schneider übernimmt Vorsitz des Bundesverbandes der Belegärzte (BdB) (33 KB)


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Abschiedsbrief Juni 2017 von Herrn Dr. Schalkhäuser

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PDF;-Datei  Abschiedsbrief Juni 2017 von Herrn Dr. Schalkhäuser (1,2 MB)


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Mitglieder-Rundschreiben Dezember 2016

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PDF;-Datei  Mitglieder-Rundschreiben Dezember 2016 (1,2 MB)


Aktuelles

Mitgliederversammlung vom 12.11.2016, Teil 1: Rechenschaftsbericht Dr. Schalkhäuser

Im Bericht des Vorstandes sind die dazugehörigen Folien nummeriert und als solche aus der Powerpoint-Präsentation abzurufen.

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Word-Datei  Rechenschaftsbericht 2016 (58 KB)
Powerpoint-Datei  Mitgliederversammlung 2016, Power-Point-Präsentation (12,5 MB)


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Mitgliederversammlung vom 12.11.2016, Teil 2: Protokoll der Mitgliederversammlung

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PDF-Datei  Protokoll der Mitgliederversammlung (Seite 1) (1,2 MB)
PDF-Datei  Protokoll der Mitgliederversammlung (Seite 2) (1,1 MB)


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Nur für Mitglieder des BdB: Einladung zur Mitgliederversammlung am 12. November 2016 in Berlin, nebst Tagesordnung

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PDF;-Datei  Einladung zur Mitgliederversammlung November 2016 (1 MB)


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Mitglieder-Rundschreiben Juli 2016

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PDF;-Datei  Mitglieder-Rundschreiben Juli 2016 (1,3 MB)


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Mitglieder-Rundschreiben Januar 2016

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PDF;-Datei  Mitglieder-Rundschreiben Januar 2016 (1,3 MB)


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Mitgliederversammlung vom 07.11.2015, Teil 1: Rechenschaftsbericht Dr. Schalkhäuser, Referat Dr. Rochell, KBV-Verwaltungsdirektor

Im Bericht des Vorstandes sind die dazugehörigen Folien nummeriert und als solche aus der Powerpoint-Präsentation abzurufen.

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Word;-Datei  Rechenschaftsbericht 2015 BdB (72 KB)
PPT;-Datei  Mitgliederversammlung 2015, Berlin (Power-Point-Präsentation) (3,7 MB)
PDF;-Datei  Referat Dr. Rochell, KBV-Verwaltungsdirektor (4,1 MB)


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Mitgliederversammlung vom 07.11.2015, Teil 2: Protokoll der Mitgliederversammlung

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Word;-Datei  Protokoll der Mitgliederversammlung (35 KB)


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Nur für Mitglieder des BdB: Einladung zur Mitgliederversammlung am 07. November 2015 in Berlin, nebst Tagesordnung und Beschlussfassungen zur weiteren Kooperation mit SpiFa

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Word;-Datei  Beschluss Mitgliederversammung 2015 (28 KB)
PDF;-Datei  Mitglieder Versammlung Einladung 2015 (1,1 MB)


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Mitglieder-Rundschreiben August 2015

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PDF;-Datei  Mitglieder-Rundschreiben August 2015 (1,4 MB)


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Mitglieder-Rundschreiben Dezember 2014

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PDF;-Datei  Mitglieder-Rundschreiben Dezember 2014 (1,4 MB)


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Mitgliederversammlung vom 15.11.2014, Teil 1: Rechenschaftsbericht, Vortrag Herr Dr. Schalkhäuser, Vortrag Herr Prof. Dr. Neubauer

Im Bericht des Vorstandes sind die dazugehörigen Folien nummeriert und als solche aus der Powerpoint-Präsentation abzurufen.

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Word®-Datei  Rechenschaftsbericht 2014 BdB (61 KB)
Powerpoint®-Datei  Vortrag Herr Dr. Schalkhäuser, Mitgliederversammlung BdB 2014 (472 KB)
Powerpoint®-Datei  Vortrag Herr Prof. Dr. Neubauer, Berlin, Bundesverband der Belegärzte, Aktuelle Gesundheitspolitik der GroKo, 15.11.2015 (616 KB)


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Mitgliederversammlung vom 15.11.2014, Teil 2: Protokoll der Mitgliederversammlung

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Word®-Datei  Protokoll der Mitgliederversammlung 2014 (42 KB)


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Nur für Mitglieder des BdB: Einladung zur Mitgliederversammlung am 15. November 2014 in Berlin, nebst Tagesordnung und Anträge des Vorstandes auf Beschlussfassungen

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PDF;-Datei  Mitglieder Versammlung Einladung 2014 (984 KB)
Word®-Datei  Beschlussfassungen Mitglieder Versammlung 2014 (25 KB)


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Mitglieder-Rundschreiben Juli 2014

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PDF;-Datei  Mitglieder-Rundschreiben Juli 2014 (1,4 MB)


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Neue Anschrift des Bundesverbandes der Belegärzte e.V. (BdB)

Bundesverband der Belegärzte e.V. (BdB)
Prielmayerstr. 3
80335 München


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Mitglieder-Rundschreiben Dezember 2013

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PDF;-Datei  Mitglieder-Rundschreiben Dezember 2013 (881 KB)


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Mitgliederversammlung 09.11.2013, Teil 1: Rechenschaftsbericht, Vortrag Dr. Schalkhäuser, Vortrag Herr Gräf

Im Bericht des Vorstandes sind die dazugehoerigen Folien nummeriert und als solche aus der Powerpoint-Präsentation abzurufen.





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Word®-Datei  RechenschaftsberichtMitgliederversammlung2013.doc (66 KB)
Powerpoint®-Datei  Mitgliederversammlung2013VortragVorsitzender.ppt (1,3 MB)
Powerpoint®-Datei  VortragGraefMitgliederversammlung2013.pptx (3,3 MB)


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Mitgliederversammlung 09.11.2013, Teil 2: Protokoll Mitgliederversammlung



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Word®-Datei  ProtokollMitgliederversammlung2013.doc (37 KB)
 
 


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Nur für Mitglieder des BdB: Einladung zur Mitgliederversammlung am 09. November 2013 in Berlin, nebst Tagesordnung



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 Einladung Mitgliederversammlung 09.11.2013 (672 KB)
 
 


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Mitglieder-Rundschreiben April 2013



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 Rundschreiben BdB April 2013 (942 KB)
 
 


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Schreiben der Bundesärztekammer an Herrn Bahr, sowie seine Antwort vom 21. Februar

 

Es ist eher außergewöhnlich, dass die ärztliche Selbstverwaltung zusammen mit einer ärztlichen Standesvertretung standespolitische Ziele gemeinsam nach außen vertritt. Dies ist unserem Verband allerdings aktuell gelungen. In einem abgestimmten Schreiben haben die Vorstände der BÄK, der KBV und unseres Verbandes am 17.1.2013 dem Bundesminister für Gesundheit Vorschläge unterbreitet, die der Sicherung und Stärkung der belegärztlichen Versorgung im Sinne der bislang noch nicht umgesetzten Koalitionsvereinbarung dienen sollten. Bedauerlicherweise ist die Antwort von Herrn Bahr mit ihren selbstgefälligen Belehrungen aus unserer Sicht völlig unbefriedigend.



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 Schreiben der Bundesärztekammer an Herrn Bahr (2.2 MB)
 Antwort von Herrn Bahr, 21. Februar 2013 (1.3 MB)
 
 


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Mitglieder-Rundschreiben Dezember 2012



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 MitgliederRundschreibenDezember2012.PDF (936959 bytes)
 
 


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Mitgliederversammlung 17.11.2012 mit Beschlüssen, Teil 1: Rechenschaftsbericht, Vortrag Dr. Schalkhäuser, Vortrag Dr. Köhler

Im Bericht des Vorstandes sind die dazugehoerigen Folien nummeriert und als solche aus der Powerpoint-Präsentation abzurufen.





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Word®-Datei  RechenschaftsberichtMitgliederversammlung2012.doc (62976 bytes)
Powerpoint®-Datei  Mitgliederversammlung2012VortragVorsitzender.ppt (635392 bytes)
PDF-Datei  VortragDrKoehlerMitgliederversammlung2012.pdf (1083420 bytes)


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Mitgliederversammlung 17.11.2012 mit Beschlüssen, Teil 2: Protokoll Mitgliederversammlung



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Nur für Mitglieder des BdB: Einladung zur Mitgliederversammlung am 17. November 2012 in Berlin, nebst Tagesordnung



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 EinladungMitgliederversammlung2012.PDF (787261 bytes)
 
 


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Mitglieder-Rundschreiben August 2012



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 MitglRUSeite1.PDF (912194 bytes)
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Mitglieder-Rundschreiben Dezember 2011



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Mitgliederversammlung 12.11.2011 mit Beschlüssen, Teil 1: Rechenschaftsbericht, Vortrag Dr. Schalkhäuser, Vortrag Dr. Rochell



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Mitgliederversammlung 12.11.2011 mit Beschlüssen, Teil 2: Protokoll Mitgliederversammlung, neue Beitragsordnung



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Mitglieder-Rundschreiben August 2011



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Veranstaltung ZENO 2011

Nachfolgend das Programm der ZENO Veranstaltung am 29. Juni 2011 in Berlin.

Der Veranstalter ZENO räumt den Mitgliedern unseres Verbandes Sonderkonditionen ein.

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Mitglieder-Rundschreiben Februar 2011



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Mitglieder-Rundschreiben November 2010



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Protokoll der Mitgliederversammlung am 30.10.2010 in Berlin



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Rechenschaftsbericht mit Folien, Mitgliederversammlung 2010



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Vortrag Dr. Rochell anläßlich Mitgliederversammlung 2010



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PDF-Datei  2010VortragDrRochellMitgliederversammlung.pdf (90786 bytes)
 
 


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Bericht des Schatzmeisters, Mitgliederversammlung 2010



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"Information der KBV 162/2010: NVV - Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung"


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Nur für Mitglieder des BdB: Einladung zur Mitgliederversammlung am 30.Oktober 2010 in Berlin, nebst Tagesordnung



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Mitglieder-Rundschreiben Mai 2010



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Mitglieder-Rundschreiben Dezember 2009



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Rechenschaftsbericht 07.11.2009

Anlage 1 zum Protokoll der Mitgliederversammlung vom 07.11.2009



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Begleitfolien zum Rechenschaftsbericht

Siehe Anlage 4

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Anträge des BdB-Vorstandes anläßlich der BdB-Mitgliederversammlung

Anträge des BdB-Vorstandes zur Stärkung der
Rahmenbedingungen der belegärztlichen Versorgung

BdB-Mitgliederversammlung 2009

(Anlage 2 zum Protokoll der Mitgliederversammlung
vom 07.11.09)

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Vortrag Dr. Andreas Köhler, KBV-Vorstandsvorsitzender

Vortrag Dr. Andreas Köhler

(Anlage 3 zum Protokoll der Mitgliederversammlung 07.11.09)

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Protokoll der Mitgliederversammlung am 07.11.2009 in München

Protokoll der ordentlichen Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Belegärzte
am 07. November 2009
in der KVB München, Elsenheimerstr. 39, München



Eröffnung der Versammlung durch den 1. Vorsitzenden Herrn Dr. Klaus Schalkhäuser
Protokollführerin Frau Gertraud Dandl.
Anwesend waren 44 Teilnehmer (siehe Anwesenheitsliste), davon 6 Gäste
Beginn der Versammlung: 10.15 Uhr

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

1. Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit

2. Bericht des Vorstandes

3. 'Zur Zukunft des Belegarztwesens im Wettbewerb'
(Dr. Andreas Köhler, KBV-Vorstandsvorsitzender)

4. Aussprache

5. Bericht des Schatzmeisters

6. Entlastung des Vorstandes

7. Verschiedenes





TOP 1: Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit

Der Bundesvorsitzende Herr Dr. Schalkhäuser eröffnet die Mitgliederversammlung, begrüßt die anwesenden Teilnehmer und stellt die Beschlussfähigkeit fest.
Dem Vorstands-Antrag TOP 4 zu ergänzen durch 'Anträge', wird stattgegeben.


TOP 2: Bericht des Vorstandes

Siehe 'Anlage 1' im Internet unter:
www.bundesverband-belegaerzte.de


TOP 3: 'Zur Zukunft des Belegarztwesens im Wettbewerb'
(Dr. Andreas Köhler, KBV-Vorstandsvorsitzender)

Siehe 'Anlage 3' im Internet unter:
www.bundesverband-belegaerzte.de


TOP 4: Aussprache und Anträge

Zunächst werden die Anträge des BdB-Vorstandes aufgerufen, diskutiert und abgestimmt.

Anträge des BdB-Vorstandes: 'siehe Anlage 2' im Internet unter:
www.bundesverband-belegaerzte.de

Es haben sich folgende Abstimmungsergebnisse ergeben:
Antrag 1: Bei 3 Enthaltungen wurde dieser Antrag ohne Gegenstimme angenommen
Antrag 2: Bei Enthaltung des Vorstandes wurde dieser Antrag ohne Gegenstimme angenommen
Antrag 3: hier wird der Passus '/Band 2' herausgenommen
Dieser Antrag wird ohne Gegenstimme, ohne Enthaltung angenommen
Antrag 4: Bei 2 Enthaltungen wurde dieser Antrag ohne Gegenstimme angenommen
Antrag 5: Dieser Antrag wurde ohne Gegenstimme, ohne Enthaltung, angenommen
Antrag 6: Dieser Antrag wurde mit 1 Gegenstimme angenommen
Antrag 7: Dringlichkeitsantrag von Mitgliedern

In diesem Zusammenhang wird ein Dringlichkeitsantrag einiger Gynäkologen diskutiert.
Durch einen Geschäftsordnungsantrag (Prof. Miltner) wird dieser Antrag an den BdB-Vorstand überwiesen.

Der Rechenschaftsbericht des Vorstandes, aber besonders die Inhalte des Referates von Dr. Andreas Köhler, KBV-Vorstandsvorsitzender, werden kritisch, aber auch anregend und offen diskutiert.

Aus Sicht der KBV ist es für die Zukunft des Belegarztwesens entscheidend, ob Belegärzte im Kollektivvertragssystem, ggf. mit Add-On-Verträgen, tätig sein wollen oder ob die belegärztliche Tätigkeit ausschließlich über Einzelverträge mit Krankenhausträgern stattfinden soll.

Bei der sehr ernsthaften Diskussion ergab es Befürworter für beide Möglichkeiten, mit jeweils durchaus nachvollziehbaren Argumenten.
Von Dr. Köhler wurde eingebracht, dass letztlich also die Belegärzte entscheiden müssen, was sie wollen.
Sollten sie ein Einzelvertragssystem wollen, würde dies zwar das Ende der belegärztlichen Tätigkeit bedeuten, aber die KBV würde sich bereit erklären, Vorbereitungen für einen System-Umstieg zu begleiten. Danach allerdings wäre jeder einzelne Belegarzt auf sich alleine gestellt.
Bei einem Verbleib im Kollektivvertragssystem wären zwar auch in Zukunft die Unsicherheitsfaktoren, wie auch jetzt, zu berücksichtigen, aber unter dem Mantel der KBV wäre eine Sicherstellung der belegärztlichen Tätigkeit eher umsetzbar.
Am Ende der Diskussion wurde von Dr. Schalkhäuser, nach Zusammenfassung der Aussprache, über einen Tendenzbeschluss eine Meinungsbildung herbeigeführt, welchen Weg die Belegärzte eher bereit sind zu gehen.
Zur Abstimmung wurde von ihm die Frage gestellt:
'Wer möchte seine belegärztliche Tätigkeit auch in Zukunft im Kollektivvertragssystem, ggf. mit zusätzlichen Add-On-Verträgen für Innovationen, die nicht im EBM abgebildet sind, fortführen?'
Bei 4 Gegenstimmen und 1 Enthaltung hat sich die überwiegende Mehrheit der Mitgliederversammlung für einen Verbleib im Kollektivvertragssystem ausgesprochen.

TOP 5: Bericht des Schatzmeisters

Herr Dr. Himmer stellt den Finanzbericht des Jahres 2008 vor, der von der Mitgliederversammlung genehmigt wurde.

TOP 6: Entlastung des Vorstandes

Herr Dr. Hornberger beantragt die Entlastung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2008. Diese wird einstimmig, bei Enthaltung des Vorstandes, gewährt.

TOP 7: Verschiedenes

Einzelnen Kollegen wurden die aktuellen Ergebnisse der Zuschlagsregelung für die KV-Bayern vorgestellt.


Ende der Versammlung: 14.00 Uhr


München, 07.11.2009



Dr. med. K. Schalkhäuser
1. Vorsitzender des BdB


Gertraud Dandl
Schriftführerin



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DIE BELEGÄRZTLICHE VERSORGUNG IN DEUTSCHLAND

Eine Kurzfassung nachfolgender Analyse des Belegarztsystems war Bestandteil der Sitzung des 'Krankenhausausschusses' der BÄK am 28.10.2009:

- Die belegärztliche Versorgung in Deutschland
(siehe Anlage 'Analyse')


- Eckdaten zur belegärztlichen Versorgung in
Deutschland (siehe Anlage 1)


- Honorarentwicklung Kapitel 36 vs. Abschnitt 31.2 EBM
(siehe Anage 2)

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Word®-Datei  Analyse.doc (62464 bytes)
Excel®-Datei  Anlage1.xls (27136 bytes)
Excel®-Datei  Anlage2.xls (26112 bytes)


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Nur für Mitglieder des BdB: Einladung zur Mitgliederversammlung am 07.11.09 in München, nebst Tagesordnung

BUNDESVERBAND der BELEGÄRZTE
BdB
Dr. med. Klaus Schalkhäuser,
Bundesvorsitzender,
Erdinger Str. 21, 84405 Dorfen
Tel: 08081-953500, Fax: 08081-957070, Email: bdu@bdurol.de

1. Oktober 2009


Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

zur Mitgliederversammlung unseres Verbandes am
7. November 2009 lade ich Sie herzlich nach München ein. Im Rechenschaftsbericht des Vorstandes wird auf die Honorarentwicklung, zum Stand der Anfechtungsklage des GKV-Spitzenverbandes gegen den Zuschlagsbeschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses (wir haben darüber berichtet), auf Rechtssprechungen zur konsiliarärztlichen Tätigkeit u.v.m. eingegangen werden, wie auch auf mögliche gesundheitspolitische Absichten der neuen Bundesregierung und die Vorstellungen des BdB selbst. Von besonderer Bedeutung wird sicherlich das Gastreferat des KBV-Vorstandsvorsitzenden, Herrn Dr. Andreas Köhler, zur Zukunft des Belegarztwesens aus Sicht der ärztlichen Selbstverwaltung sein.
Es könnte also ein spannender und informativer Tag werden.

Über Ihre Teilnahme, die Sie bitte aus organisatorischen Gründen mit beiliegendem Anhang bestätigen wollen, würden wir uns sehr freuen.


Mit freundlichen Grüssen
Dr. Klaus Schalkhäuser

TAGESORDNUNG

Ort: Kassenärztliche Vereinigung Bayern
Elsenheimerstr. 39, München

Beginn: 10:00 Uhr
Ende: 13:00 Uhr


1. Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit

2. Bericht des Vorstandes

3. 'Zur Zukunft des Belegarztwesens im Wettbewerb'
(Dr. Andreas Köhler, KBV-Vorstandsvorsitzender)

4. Aussprache

5. Bericht des Schatzmeisters

6. Entlastung des Vorstandes

7. Verschiedenes




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Pressemitteilung 27. Juli 2009

Pressemitteilung des Bundesverbandes Ambulantes Operieren (BAO) und des Bundesverbandes der Belegärzte (BdB)

Kassen mauern und düpieren damit freiberufliche Operateure in Deutschland

München, 27. Juli 2009. Während Politiker dieser Tage nicht müde werden, auf die realen Honorarzuwächse niedergelassener Ärzte hinzuweisen, werden freiberufliche Operateure ungerührt weiter hingehalten: Trotz einer Reihe von Beschlüssen und Gerichtsentscheiden verweigern die Kassen den Operateuren die erforderlichen Honorarzuschläge zu ambulanten und belegärztlichen Leistungen.

Diese Leistungen der freiberuflichen Operateure gelten zu Recht als besonders förderungswürdig, denn sie sichern die Versorgung der Bevölkerung mit ambulanten und belegärztlichen Operationen. Darüber hinaus sind sie besonders kosteneffizient. Um ungewollte Honorarverluste bei den Operateuren zu verhindern, beschloss der Erweiterte Bewertungsausschuss (EBA) als gemeinsames Gremium aus Ärzten, Krankenkassen und unabhängigen Sachverständigen am 17. März 2009 leistungsbezogene Zuschläge für bestimmte belegärztliche Leistungen und das ambulante Operieren, die ab dem 1. April 2009 gezahlt werden sollten. Doch bis heute weigert sich der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), diese durch mehrere politische und juristische Instanzen unbeanstandeten Zuschläge tatsächlich zu zahlen.

Der Bundesverband der Belegärzte (BdB) und der Bundesverband Ambulantes Operieren (BAO) verurteilen gemeinsam auf Schärfste die unerträgliche Hinhaltetaktik des GKV-Spitzenverbandes. Der Urologe Dr. Klaus Schalkhäuser, Bundesvorsitzender des BdB, und der Chirurg Dr. Axel Neumann, Präsident des BAO, fordern: 'Die Kassen müssen endlich beweisen, dass die Förderung des ambulanten Operierens und des Belegarztwesens für sie mehr als nur ein Lippenbekenntnis ist. Das kostengünstige ambulante Operieren und das Belegarztwesen als Paradebeispiel für eine gelebte integrierte Versorgung müssen erhalten und leistungsgerecht finanziert werden.'

Gleichzeitig kritisierten Schalkhäuser und Neumann das Selbstverständnis des GKV-Spitzenverbandes: 'Mehrheitsbeschlüsse gemeinsamer Institutionen der Selbstverwaltung sollten die Kassen umsetzen und nicht durch selbstgefällige Verweigerungshaltung konterkarieren.'

Kontakt:
Bundesverband der Belegärzte
Dr. Klaus Schalkhäuser
Hohenzollernstr. 84, 80801 München
Tel.: 089 305775, Fax.: 089 304988
info@der-belegarzt.de , www.bundesverband-belegaerzte.de

Bundesverband für Ambulantes Operieren e. V. (BAO)
Dr. Axel Neumann
Sterntorbrücke 1, 53111 Bonn
Tel.: 0228 692423, Fax: 0228 631715
baobonn@t-online.de , www.operieren.de






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Stellungnahmen zur Honorarentwicklung der Belegärzte

Bundesministerium für Gesundheit
Herrn Min.Direktor
Franz K n i e p s
Friedrichstr. 108
10117 Berlin

30.07.2008



Belegärzte

Sehr geehrter Herr Knieps,

wenn auch die Honorarbescheide für das 1. Quartal 09, soweit bislang bekannt, zwar unterschiedliche Ergebnisse innerhalb der einzelnen Fachgruppen aufweisen, kann erfreulicher Weise festgestellt werden, dass insgesamt doch ein Honorarzuwachs eingetreten ist.

Dies trifft bedauerlicher Weise für die Belegärzte, insbesondere in den Süd-KVen nicht zu. So sind beispielsweise im Bereich der KV Bayern Honorarverluste bis zu 27% eingetreten.

Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat am 17. März zugestimmt, Zuschläge zu den Leistungen des Kapitels 36 und weiterer definierter Leistungen freizustellen. Der GKV-Spitzenverband hat dagegen eine Anfechtungsklage erhoben und auch gegen den Beschluss vom 20. Mai zum sofortigen Vollzug rechtliche Schritte eingeleitet, obwohl das BMG als Aufsichtsbehörde mit Schreiben vom 2. Mai diese Zuschlagsregelung grundsätzlich nicht beanstandet hat.

Um diese unerträgliche Hinhaltetaktik zu beenden, wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn seitens des BMG hier gegen diese Verweigerungshaltung der Kassen vorgegangen würde.

Über eine Rückäußerung wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüssen



Dr. Klaus Schalkhäuser






An die
Kassenärztliche Bundesvereinigung
Herrn Dr. Andreas Köhler
Vorstandsvorsitzender
Herbert-Lewin-Platz 2
10623 Berlin



Honorarbescheide für Belegärzte

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, lieber Herr Kollege Köhler,

soweit Analysen der Honorarentwicklung des 1. Quartals 2009 vorliegen, ist neben den erfreulichen Honorarzuwächsen für einige Fachgruppen doch festzustellen, dass die Belegärzte erhebliche Honorarverluste erlitten haben, insbesondere in den Süd-KVen. Dies war grundsätzlich zu erwarten.

Mir wurde bekannt, dass zumindest in der KV RLP nun wohl Rückzahlungen von den Belegärzten gefordert werden. Dies würde die depressive Stimmungslage natürlich vertiefen.

Insofern bitte ich Sie, bei den KVen darauf hinzuwirken, derzeit keine Rückzahlungen einzufordern, sondern vielmehr so lange zu warten, bis der Bescheid zur Auszahlung von Zuschlägen ergangen ist. Dies würde die Situation dann sicherlich deutlich verbessern.

Mit freundlichen Grüssen


Dr. Klaus Schalkhäuser






Aktuelles

Mitglieder-Rundschreiben Juli 2009

Bundesverband der Belegärzte (BdB)
Dr. med. Klaus Schalkhäuser
Bundesvorsitzender


Juli 2009
Mitglieder-Rundschreiben

Sehr geehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege,

mit Rundschreiben 'März 2009' wurden Sie informiert, dass der Erweiterte Bewertungsausschuss (EBA) am 17. März beschlossen hatte, zur 'Verhinderung ungewollter Honorarverluste für besonders förderungswürdige Leistungen'
mit Wirkung zum 1. April 2009 für belegärztliche Leistungen des Kapitels 36, für die Gebührenordnungspositionen 13311, 17370 und Geburtshilfe sowie für weitere definierte Leistungen anderer Kapitel Zuschläge auszuloben. Dadurch sollen Unterschreitungen der im Jahr 2009 zu zahlenden Vergütungen im Vergleich zu den gesamtvertraglichen Regelungen im Jahr 2008 ausgeglichen werden. Ziel ist es also, dass der Vergütungspunktwert ab 1. April 2009 identisch mit dem Vergütungspunktwert des Jahres 2008 sein soll.

- Trotz dieses Beschlusses bestätigt der
GKV-Spitzenverband am 24. April gegenüber der
KBV, dass er gegen diesen Beschluss
Anfechtungsklage vor dem LSG Berlin-
Brandenburg erhoben hat.

- Mit Schreiben vom 13. Mai erklärt das BMG,
dass es den Beschluss zur Zahlung von
Zuschlägen nicht beanstandet.

- Am 20. Mai beschließt dann der EBA die
sofortige Vollziehung des Beschlusses mit
vorläufiger Befristung zunächst bis zum
31. Dezember 2009.

- Am 2. Juni bestätigt dann der
GKV-Spitzenverband, dass er Antrag auf
einstweiligen Rechtsschutz zur
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung
seiner Klage gestellt hat. Allerdings könnten
dadurch regionale Verhandlungen von der
Kassenseite nicht verweigert werden, es wurde
den Kassen jedoch empfohlen, Öffnungsklauseln
für die Rückabwicklung aufzunehmen für den
Fall, dass die Anfechtungsklage Erfolg hätte.

Auch wenn erfreulicherweise, jedoch bislang allein durch die KV Hessen, eine Vereinbarung mit den Kassen erzielt wurde, nach der die belegärztlichen Leistungen mit einem Punktwert von 4,8131 Cent vergütet werden, ist das Verhalten des GKV-Spitzenverbandes unwürdig und diese Hinhaltetaktik ist nicht zu akzeptieren und wird auf das Schärfste verurteilt. Die Kassen sollten endlich einmal würdigen, dass sie durch das kostengünstige Belegarztwesen viel Geld sparen, konnte doch InEK feststellen, dass die kalkulierten belegärztlichen DRGs um bis zu 25 % kostengünstiger sind, als die entsprechenden hauptamtlichen DRGs. Eine Entscheidung des LSG Berlin-Brandenburg ist wohl in Kürze zu erwarten. Persönlich gehe ich davon aus, dass die Anfechtungsklage abgewiesen wird und somit die Zuschläge zu zahlen sind.

Neues aus der KBV
Die KBV hat in Zusammenarbeit mit der BÄK ein Wissensportal www.arztbibliothek.de eingerichtet. Dieses bietet u. a. Zugang zu
- geprüften Leitlinien
- geprüften Patienteninformationen
- Cochrane-Reviews
- Arzneimittelinformationen
- Medizinischen Zeitschriften
- vertragsärztlichen und berufsrechtlichen
Regelungen
- u. v. m.

Weiterhin ist geplant, zum 1. Januar 2010 neue Kodierrichtlinien zur Diagnosekodierung mittels ICD 10 GM mit größtmöglicher Kompatibilität mit den stationären Kodierrichtlinien einzuführen.
In diesem Zusammenhang fordern wir nochmals auf, stationäre Leistungen sorgfältig zu kodieren, da davon der Erlös des Krankenhauses mit abhängt. Die sorgfältige Dokumentation und Kodierung aller Diagnosen und Leistungen ist Existenz sichernd, auch für Ihre berufliche Tätigkeit, und ein korrekter Arztbrief kann argumentativ Einzelfallprüfungen mit Beanstandungen der Kassen entkräften.
Vorgesehen ist auch, den fachärztlichen Versorgungsbereich im SGB V zu definieren, vergleichbar mit den gesetzlichen Regelungen zur hausärztlichen Versorgung.
Die Überlegungen der KBV zu einer wettbewerbsorientierten Neustrukturierung der Versorgungsebenen in einem Fünf Säulen Modell wurden zuletzt auf dem Deutschen Ärztetag 2009 diskutiert. Die Vorstellungen, die Grundversorgung durch eine hausärztliche Primärversorgungsebene und durch eine wohnortnahe fachärztliche Versorgungsebene zu regeln, ergänzt durch eine spezialisierte fachärztliche Versorgungsebene, durch eine stationäre Grund- und Regelversorgung und durch eine stationäre spezialisierte Versorgungsebene bedürfen zu ihrer Umsetzung einer Vielzahl von Gesetzesänderungen, so dass darauf an dieser Stelle derzeit nicht näher eingegangen wird.
Ähnliches dürfte auch für ein weiteres KBV-Vorhaben zutreffen, nämlich durchgehend eine qualitätsorientierte Vergütung durch Einbindung von Qualitätsindikatoren in die EBM-Systematik einzuführen.

Die berufspolitischen Ziele des BdB
Mit den gesundheitspolitischen Wahlprogrammen der Parteien haben Sie sich sicherlich bereits auseinander gesetzt. Aus Erfahrung wissen wir aber, dass kein Wahlprogramm tatsächlich umgesetzt werden kann und wird. Die Koalitionsvereinbarung allein wird Auskunft geben, mit welcher Kompromisslösung die kommende Regierung die nächste Gesundheitsreform gestalten wird.
Wird die PKV durch eine Bürgerversicherung platt gemacht?
Wird der Sicherstellungsauftrag der KBV, den KVen entzogen?
Gibt es dann nur noch Selektivverträge?
Wird die monistische Krankenhausfinanzierung eingeführt und der Einstieg in die ambulante Versorgung durch Krankenhäuser ausgeweitet?
Ändert sich die Vergütungssystematik für Belegärzte?
Wahrscheinlich werden wir auf diese und weitere Fragen sehr bald eine Antwort erhalten.

Der BdB wird sich selbstverständlich mit der anstehenden Gesundheitsreform auseinander setzen. Handlungsbedarf für die nächste Legislaturperiode besteht zur langfristigen Sicherstellung und Förderung der belegärztlichen Versorgung zu folgenden Punkten:

- Weiterentwicklung des Kapitels 36,
insbesondere durch Aufnahme konservativer
Leistungen.

- Überarbeitung des Anhang 2 des EBM.

- Sicherstellung der extrabudgetären Vergütung
auf Basis des Kalkulationspunktwertes von
5,11 Cent, ggf. alternativ ergänzt durch
Zuschläge unter Einschluss der notwendigen
Begleitleistungen zum Kapitel 36.

- Einführung einer Bereitschaftsdienstvergütung.

- Einführung einer Erörterungsleistung analog
GOÄ-Ziffer 34.

- Kein Arzt eines Gebietes darf zur
Leistungserbringung bei stationären Patienten
angestellt werden, wenn für dieses Gebiet
keine Zulassung im Landeskrankenhausplan
vorliegt oder bereits eine Belegabteilung für
dieses Gebiet vorgehalten wird.

- DRG-Fallpauschalen, deren ärztliche
Leistungen nicht im EBM abgebildet sind,
können durch Belegärzte erbracht werden. Das
Krankenhaus rechnet für diese Fälle die
hauptamtliche DRG ab und vergütet daraus den
Belegarzt.

- Der Umstellung auf eine erlösorientierte
Krankenhausfinanzierung durch
DRG-Fallpauschalen sollte grundsätzlich ein
Übergang der stationären Grund- und
Regelversorgung in ein Belegarztsystem folgen.


Wir sind uns durchaus bewusst, dass dieser Forderungskatalog auf Widerstände beim Gesetzgeber und der Selbstverwaltung stoßen wird. Die Entscheidungsträger werden letztlich darüber befinden müssen, ob sie auch weiterhin das kostengünstige Belegarztwesen erhalten oder diese wohnort und bürgernahe Versorgung opfern wollen.
Der Bundesverband der Belegärzte wird alle seine Möglichkeiten nutzen, das Belegarztwesen, das Paradebeispiel für eine gelebte integrierte Versorgung, zukunftssicher zu gestalten.
Als Dienstleister bietet der BdB im Übrigen jedem Belegarzt Beratungshilfen an, wenn im Einzelfall neben der belegärztlichen Tätigkeit eine zusätzliche konsiliarärztliche Tätigkeit an einem weiteren Krankenhaus vorgesehen ist. Gleiches gilt natürlich auch, wenn ein Belegarzt mit seinem Krankenhaus einen Honorararztvertrag nach den neuen Regelungen abschließen will.

Die Belegärzte stehen vor großen Herausforderungen, Ihr BdB wird sich diesen Herausforderungen nachhaltig stellen. Dazu brauchen wir, liebe Kolleginnen und Kollegen, Ihre Unterstützung.
Werben Sie also bitte auch in Ihrer Nachbarschaft für eine Mitgliedschaft im BdB.

Näheres werden wir sicherlich auf der Jahresmitgliederversammlung am 7. November in München besprechen, zu der ich Sie bereits jetzt herzlich einlade. Eine Tagesordnung werden Sie rechtzeitig erhalten.

Mit freundlichen Grüssen, verbunden mit den besten Wünschen für einen erholsamen Sommerurlaub

gez.
Dr. Klaus Schalkhäuser




Aktuelles

AWMF-Leitlinie 'Prophylaxe der venösen Thromboembolie (VTE)'

Die AWMF-Leitlinie 'Prophylaxe der venösen Thromboembolie (VTE)'

können Sie unter folgender Adresse aufrufen:

www.leitlinien.net/003-001.pdf




Aktuelles

Mitglieder-Rundschreiben März 2009

März 2009
Mitgliederrundschreiben


Sehr geehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege,

mit Rundschreiben 'Dezember 2008' wurden Sie über die Ergebnisse der BdB-Mitgliederversammlung vom 15. November 2008 informiert. Dabei wurde insbesondere auf die von den Koalitionsfraktionen eingebrachten Änderungsanträge zur belegärztlichen Vergütung im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zum Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG) vertiefend eingegangen. Demnach soll den Krankenhäusern die Wahloption eingeräumt werden, mit ihren Belegärzten Honorarverträge abzuschließen und zunächst war angedacht, dafür die hauptamtliche DRG zu 100 Prozent abzurechnen. Diese Regelung wäre eine wirkliche Alternative zu den EBM-Honorarverlusten bis zu 25 Prozent gewesen, die insbesondere durch die Honorarreform den Belegärztinnen/-ärzten der Süd-KVen drohten.
Mit einer INFO vom 16. Dezember 2008 wurde Ihnen dann mitgeteilt, dass am 15. Dezember diese Änderungsanträge modifiziert wurden.
Diese Wahloption für die Krankenhäuser hat demnach zwar grundsätzlich Bestand, der Erlös einer hauptamtlichen DRG allerdings wurde um 20 Prozent reduziert. Da aber mit einer Vergütung von 80 Prozent weder den Belegärzten eine angemessene Vergütung angeboten werden kann, noch die Krankenhauskosten selbst gedeckt werden können, wird diese Regelung zur belegärztlichen Vergütung aus dem DRG-System nicht umsetzbar sein.
Vor diesem Hintergrund fand eine Vielzahl von Gesprächen statt, so u. a. mit der Bundesgesundheitsministerin, Abgeordneten des gesundheitspolitischen Ausschusses des Bundestages, dem KBV-Vorstand, der Bundesärztekammer, dem VdEK-Vorstand, Vorständen der KV Bayern und Hessen, ergänzt durch schriftliche Positionierung des BdB, stets die belegärztliche Vergütungssituation zum Inhalt, an weitere Entscheidungsträger.

Da eine Novellierung dieser neuen Regelungen im KHRG im Wahljahr wohl nicht zu erwarten ist, kann eine Verbesserung der belegärztlichen Vergütung, insbesondere in den Süd-KVen, nur über Zuschläge für die besonders förderungsfähigen belegärztlichen Leistungen gelingen. In diesem Sinne wurden deshalb die Vorstände der AOK Bayern und der AOK Baden-Württemberg unsererseits zu einem positiven Umdenken aufgefordert (s. www.bundesverband-belegaerzte.de).

Am 17. März fand eine Sitzung des Erweiterten Bewertungsausschusses (EBA) statt, bei der die von der KBV bereits zum 27. Februar zur Beschlussfassung vorgelegten Anträge zur Einführung solcher Zuschläge behandelt wurden.

Beschluss des EBA zur Verhinderung ungewollter Honorarverluste für besonders förderungswürdige Leistungen mit Wirkung zum 1. April 2009
'Unterschreitet die für das Jahr 2009 ermittelte zu zahlende Vergütung je Gebührenordnungsposition für belegärztliche (kurativ-stationäre) Leistungen (Leistungen des Kapitels 36, die Gebührenordnungspositionen 13311, 17370 und Geburtshilfe), Leistungen des Kapitels 31.2 und 31.5, die Gebührenordnungspositionen 13421 bis 13431, 04514, 04515, 04518 und 04520, die gemäß den gesamtvertraglichen Regelungen im Jahr 2008 hierfür zu zahlende Vergütung, vereinbaren die Partner der Gesamtverträge zum Ausgleich der festgestellten Unterschreitungen für die betroffenen Gebührenordnungspositionen leistungsbezogene Zuschläge zum Regelfallpunktwert der EURO-Gebührenordnung.'

In eine Simulationsberechnung wurde der Honorarzuwachs den Kassenärztlichen Vereinigungen in unterschiedlicher Höhe zugeordnet, er wird insgesamt 19,0 Mio EURO betragen. Die Höhe dieses Honorarzuwachses je KV orientiert sich an dem derzeit noch festgelegten Vergütungspunktwert des Kapitels 36 (ca. 4,19 Cent), insbesondere aber auch an der Zahl der Belegärzte einer KV, die bedient werden müssen. Insofern ist nachvollziehbar, dass die KV Bayern, mit einem Drittel aller Belegärzte (ca. 2100 Belegärztinnen/-ärzte) und den höchsten Honorarverlusten als Folge der neuen Honorarreform, mit 10,8 Mio EURO auch den höchsten Honorarzuwachs erhält.
Ziel dieses Beschlusses ist es aber, dass der Vergütungspunktwert ab 1. April 2009 identisch mit dem Vergütungspunktwert des Jahres 2008 sein soll.
Zu diesem Handeln sind die KVen im Beschluss aufgefordert, nämlich diesen Honorarzuwachs 'zweckgebunden' und 'fortlaufend' zu verwenden. Dies ist ein durchaus erfreuliches Ergebnis, bedeutet es doch, dass die Belegärztinnen/-ärzte für ihre kurativ-stationär erbrachten Leistungen entsprechend der im Beschluss aufgeführten Gebührenordnungspositionen keine Honorarverluste durch die Honorarreform erleiden werden. Somit werden die belegärztlichen Leistungen auch weiterhin mit dem besten Punktwert vergütet werden.
Dieses Ergebnis konnte - bei aller Bescheidenheit - aber auch nur erzielt werden durch die äußerst intensiven Aktivitäten des Bundesverbandes der Belegärzte, stets in enger Kooperation und Abstimmung mit der KBV.
Ich freue mich, Ihnen diese guten Nachrichten zeitnah geben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüssen

gez.

Dr. Klaus Schalkhäuser
Bundesvorsitzender BdB e. V.


PS: Werben Sie für eine Mitgliedschaft im BdB. Je stärker der Verband ist, umso nachhaltiger können wir die belegärztlichen Interessen vertreten.




Aktuelles

Vorwort zum nachfolgenden Schriftverkehr

Durch die Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung zum 1. Januar 2009 mit einem bundesweiten Orientierungs(punkt)wert von 3,50 Cent werden Belegärzte, insbesondere in den Süd-KVen Honorarverluste von bis zu 25 Prozent erleiden, auch wenn die Leistungen des belegärztlichen EBM-Kapitels 36 um 19 Prozent höher bewertet werden. Die im Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG) vorgegebene Wahloption für Krankenhäuser, mit Belegärzten Honorarverträge abzuschließen und für deren Leistungen hauptamtliche Fallpauschalen mit einem Abschlag von 20 Prozent abzurechnen, ist aus wirtschaftlichen Gründen nicht umsetzbar. Eine Umwandlung von Belegabteilungen in Hauptabteilungen zur Umgehung dieser Regelung dürfte von der Politik nicht ohne weiteres akzeptiert werden und würde im Übrigen für die Belegärzte die Aufgabe der Freiberuflichkeit bedeuten und das Belegarztsystem insgesamt in seiner Existenz bedrohen.
Vor diesem Hintergrund zur belegärztlichen Vergütungssituation fanden Gespräche statt, u. a. mit der Bundesgesundheitsministerin, Abgeordneten des Gesundheitspolitischen Ausschusses des Bundestages, Krankenkassen, dem KBV-Vorstand, einigen KV-Vorständen, der Bundesärztekammer und dem Marburger Bund. Diese Gespräche wurden zusätzlich ergänzt durch z. T. abgestimmte Stellungnahmen mit anderen Organisationen, die Sie mit ggf. bislang eingegangenen Antworten im Nachgang studieren können.




Aktuelles

Stellungnahme des BdB zum KHRG vom 21.11.2008

BUNDESVERBAND DER BELEGÄRZTE, B d B, e. V.
21.11.2008




Stellungnahme des
Bundesverbandes der Belegärzte e. V.
zum
'Entwurf eines Gesetzes zum ordnungspolitischen Rahmen der Krankenhausfinanzierung ab dem Jahr 2009 (Krankenhausfinanzierungsreformgesetz - KHRG)'
(BT-Drs. 16/10807 v. 7.11.2008)



Im Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens einzubringende Gesetzgebungsvorschläge zum SGB V und zum KHEntG

1.
Rein zufällig und nicht offiziell hat der Bundesverband der Belegärzte e. V. aktuell von den Änderungsanträgen 1, 2 und 5 der Fraktionen der CDU/CSU und SPD Kenntnis erhalten, die die Vergütungsregelungen für Belegärzte nachhaltig verändern sollen.

2.
Auf die Bedeutung des Belegarztwesens muss an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden.

3.
Wurde noch im Rahmen des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz dem § 121 SGB V ein Absatz 4 zugeordnet, wonach letztlich die belegärztlichen Leistungen aus dem einheitlichen Bewertungsmaßstab mit angemessenen Bewertungen vergütet werden sollen, so sieht nun ein einzufügender Absatz 5 vor, dass davon abweichend Krankenhäusern ein Wahlrecht eingeräumt werden soll, zur Vergütung Honorarverträge mit Belegärzten zu schließen.

4.
Sollten Krankenhäuser von dieser Wahloption Gebrauch machen, rechnen sie für die Behandlung von Belegpatientinnen und -patienten die Fallpauschalen und Zusatzentgelte für Hauptabteilungen ab. Der Belegarzt, der einen Honorarvertrag abschließt, teilt dies der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung mit.



BEURTEILUNG:
Diese vorgesehenen Gesetzesvorhaben zum Belegarztwesen stellen zweifellos einen Paradigmenwechsel dar. Aus Sicht des Bundesverbandes der Belegärzte e. V. bedarf es der Klärung folgender Sachverhalte, die derzeit in den Formulierungshilfen zu diesen Änderungsanträgen nicht geregelt sind:

- Behält ein Belegarzt, der einen Honorarvertrag
abschließt, seinen Belegarztstatus nach dem
Kassenarztrecht?

- Was geschieht, wenn ein Krankenhaus
einen Honorarvertrag will, dies vom Belegarzt aber
abgelehnt wird?

Der Bundesverband der Belegärzte e. V. erwartet deshalb, dass im Falle der Umsetzung dieser Änderungsanträge im Gesetzgebungsverfahren auch dem Belegarzt ein gleichberechtigtes Entscheidungsrecht zur vorgesehenen Wahloption eingeräumt wird und nicht nur dem Krankenhaus, wie derzeit vorgesehen.

Weiterhin muss zum Schutze des Belegarztes sichergestellt werden, dass es einem Krankenhaus untersagt wird, zusätzlich Honorarärzte der gleichen Fachrichtung ohne Belegarztstatus zu verpflichten, wie dies offensichtlich von dritter Seite angedacht wird.

Dem Belegarzt, der mit Abschluss eines Honorarvertrages aus der kollektiven vertraglichen Honorierung ausscheidet und sich in ein angestelltenähnliches Verhältnis zu seinem Krankenhaus begibt, müssen Verträge angeboten werden, die Existenz sichernd sind.

Der Bundesverband der Belegärzte e. V. bittet, im Gesetzgebungsverfahren seine Vorschläge zu berücksichtigen und den wohl immer noch bestehenden Förderungstatbestand des Belegarztsystems fortzuschreiben.


gez.
Dr. Klaus Schalkhäuser
Bundesvorsitzender
Bundesverband der Belegärzte e. V.





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Stellungnahme der KBV zum KHRG vom 16.12.2008



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Aktuelles

Schreiben BdB an Dr. Soeder vom 16.12.2008

Schreiben Dr. Schalkhäuser,
Bundesvorsitzender BdB, an


Bayerisches Staatsministerium
für Umwelt und Gesundheit
Herrn Staatsminister
Dr. Markus Söder


16.12.2008



Sehr geehrter Herr Staatsminister,

das Belegarztwesen, in Bayern mit der höchsten Belegarztdichte, wurde stets durch die bayerische Staatsregierung in vorbildlicher Weise im Vergleich zu anderen Bundesländern gefördert. Die bayerischen Belegärzte gehen davon aus, dass dieser Förderungstatbestand in Zukunft erhalten bleibt.
Die Rahmenbedingungen werden sich allerdings ab 1. Januar 2009 für die Belegärzte, ganz besonders in Bayern, dramatisch verschlechtern. Der bundesweite Orientierungs(punkt)wert für die vertragsärztlichen Leistungen wurde bekanntlich in der neuen (EBM)Gebührenordnung mit 3,50 Cent festgelegt. Die Leistungen des für die belegärztliche Tätigkeit maßgeblichen EBM-Kapitels 36 wurden zwar flankierend um rund 19% höher bewertet, woraus sich eine Vergütung in Höhe von rund 4,20 Cent ergibt, trotzdem resultiert für die bayerischen Belegärzte ein Honorarverlust von 20 - 25%. Trotz aller Bemühungen ist es der KV Bayern nicht gelungen, vor dem Landesschiedsamt irgendwelche Verbesserungen zu erreichen. Mit dem KHRG soll den Krankenhäusern grundsätzlich die Wahloption eingeräumt werden, mit Belegärzten/-ärztinnen Honorarverträge abzuschließen und dafür die entsprechenden hauptamtlichen Fallpauschalen abzurechnen. Daraus ergibt sich jedoch für die Belegärzte tatsächlich keine neue Möglichkeit für eine Honorarverbesserung, da aktuell durch Folgeänderung zu dieser Vergütungsregelung die Krankenhäuser dann nur 80 v. H. einer hauptamtlichen DRG erhalten sollen. Honorarverträge mit einer angemessenen Vergütung dürften somit illusorisch sein. Die bayerischen Belegärzte/-ärztinnen werden also diese Honorarverluste hinnehmen müssen oder werden ihre belegärztliche Tätigkeit beenden, was in vielen Einzelfällen zu befürchten ist.
Dies würde die bürger- und wohnortnahe sowie kotengünstigste Krankenhausversorgung nachhaltig gefährden, was nicht im Sinne der bayerischen Gesundheitspolitik sein kann.

Insofern bitte ich Sie dringend, sehr geehrter Herr Staatsminister, auf die Krankenkassen einzuwirken, ihre starre Haltung zu ändern. Entsprechend der Bundesempfehlung nach § 86 SGB V zum Kapitel 36 haben nämlich die Krankenkassen einer Erhöhung der belegärztlichen Vergütung um EURO 74 Mio. zugestimmt.

Wo bleibt dieses Geld?

Um eine kurze Einschätzung Ihrerseits wäre ich Ihnen sehr verbunden.

Mit freundlichen Grüssen und den besten Wünschen für eine geruhsame Weihnacht



Dr. Klaus Schalkhäuser




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Antwort von Dr. Söder vom 23.01.2009



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Stellungnahme Bayer. Krankenhausgesellschaft vom 23.01.2009



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Schreiben BdB an Ulla Schmidt vom 27.01.2009

Schreiben Dr. Schalkhäuser,
Bundesvorsitzender BdB, an


Frau Bundesministerin
Ulla Schmidt, MdB
Bundesministerium für Gesundheit
Friedrichstr. 108
10117 B e r l in


27.01.2009



Sehr geehrte Frau Ministerin,

wie bei unserem Gespräch anlässlich des KBV-Neujahrsempfang vereinbart, möchte ich die derzeitige Situation der Belegärzte unter dem Eindruck der neuen vertragsärztlichen Vergütung ab 1.1.2009 und den Änderungsanträgen 12, 13 und 20 im Gesetzgebungsverfahren zum KHRG einerseits und andererseits den daraus resultierenden Problemen für das Belegarztwesen insgesamt, auch in Abstimmung mit dem Vorsitzenden der Hessischen Belegärzte e. V., Herrn Dr. Spies, darstellen.

1.
Bekanntlich wurde durch das GKV-WSG der § 121 SGB V insoweit ergänzt, dass im einheitlichen Bewertungsmaßstab durch den Bewertungsausschuss mit Wirkung zum 1.4.2007 Regelungen zur angemessenen Bewertung der belegärztlichen Leistungen zu treffen seien. Dies ist durchaus zufriedenstellend mit der Einführung des EBM-Kapitels 36 und der flankierenden Bundesempfehlung gelungen. Das bis zu diesem Zeitpunkt bestehende Süd-Nordgefälle in der belegärztlichen Vergütung konnte durch entsprechende Honorarverteilungsverträge abgefedert werden. So konnte beispielsweise im Bereich der KV Niedersachsen der Punktwert von 2,4 Cent auf 4,2 Cent angehoben werden, im Bereich der KV Bayern war zuletzt ein Punktwert von rund 5,0 Cent vereinbart.

2.
Mit der Festlegung eines bundesweiten Orientierungswertes von 3,50 Cent wird sich die belegärztliche Vergütung in vielen KVen nachhaltig negativ verändern, auch wenn die Leistungen des Kapitels 36 um rund 19% höher bewertet wurden und sich somit rechnerisch ein Vergütungspunktwert von etwa 4,19 Cent ergibt. Dadurch werden insbesondere in den Süd-KVen die Belegärzte mit Honorarverlusten konfrontiert werden, in Bayern und Baden-Württemberg in Höhe bis zu 25%. So hat auch die KV Bayern den Belegärzten empfohlen, mit den Krankenhäusern alternative Vergütungen zu vereinbaren, also eine Regelung außerhalb des Vertragsarztsystems und verweist auf die Möglichkeiten, die durch das KHRG eröffnet werden sollen.


3.
Tatsächlich wurden im Gesetzgebungsverfahren zum KHRG mit den Änderungsanträgen 12, 13 und 20 beschlossen, den Krankenhäusern die Wahloption einzuräumen, mit Belegärzten für deren kurativ-stationären Leistungen Honorarverträge abzuschließen und im Gegenzug dafür 80% einer Fallpauschale der Hauptabteilung abzurechnen, also nicht - wie in den ursprünglichen Formulierungshilfen zu diesen Änderungsanträgen der Koalitionsparteien vorgesehen - zu 100%.

Soweit, sehr geehrte Frau Ministerin, stellt sich die derzeitige Situation der Belegärzte und der Krankenhäuser dar.
Als Begründung dieser Neuregelung zur belegärztlichen Vergütung im KHRG wurde darauf verwiesen, dass dieses Wahlrecht notwendig sei, um zwischen Krankenhäusern mit Hauptabteilungen und Belegabteilungen gleiche Wettbewerbschancen zu ermöglichen. Eine Begründung für den 20%-igen Abschlag allerdings wurde nicht gegeben.
Der nun vorgesehene 80%-Erlös einer Hauptabteilungs-Fallpauschale ist für ein Krankenhaus völlig unzureichend, um bei Nutzung des Wahlrechts dem Belegarzt ein angemessenes Leistungshonorar ohne finanzielle Verluste anbieten zu können.
Zweifellos wäre diese vorgesehene Wahloption durchaus für viele Belegärzte unter Erhalt des Belegarztstatus eine echte Alternative zu den regionalen EBM-Vergütungen, um Honorarverluste zu minimieren.
Da diese Alternative nun nicht greifen wird, werden Belegärzte ihre Tätigkeit aus wirtschaftlichen Gründen entweder ganz aufgeben oder Krankenhäuser werden aus Sicherstellungsgründen versuchen, ihre Belegabteilungen in Hauptabteilungen umzuwandeln. Eine derartige Entwicklung dürfte insbesondere im Bundesland Bayern, in dem die belegärztliche Versorgung einen Stellenwert wie in keinem anderen Bundesland hat, zu erwarten sein, was im Übrigen auch so von der Bayerischen Krankenhausgesellschaft befürchtet wird. So haben 59% der bayerischen Krankenhäuser Haupt- und Belegabteilungen, 6 % sind reine Beleghäuser.
Eine absolut vergleichbare Situation trifft natürlich auch auf andere Bundesländer, wie z. B. Hessen oder Baden-Württemberg, zu.
Ganze Versorgungssegmente, wie z. B. Gynäkologie und Geburtshilfe, HNO oder Urologie werden dort im ländlichen Raum durch Belegärzte abgedeckt.
Wenn der Gesetzgeber also Regelungen schafft, um o. g. Wettbewerbschancen zu ermöglichen und um das Belegarztsystem zu stabilisieren, müssen die Rahmenbedingungen umsetzbare Anreize beinhalten, die in der Praxis genutzt werden können.
Nur mit einer tatsächlich angemessenen Vergütung, für Krankenhaus und Belegarzt, kann eine flächendeckende und bürgernahe belegärztliche Versorgung auf Dauer sichergestellt werden.
Insofern muss der 20%-Abschlag überdacht werden, sehr geehrte Frau Ministerin.

Im Namen des Bundesverband der Belegärzte e. V. bitten wir Sie dringend, sich für dieses Anliegen noch einmal einzusetzen, sehen Ihrer Antwort mit großem Interesse entgegen und stehen selbstverständlich auch für ein weiteres persönliches Gespräch bereit.

Mit freundlichen Grüssen


Dr. Klaus Schalkhäuser




Aktuelles

Schreiben BdB an Dr. Hoberg vom 30.01.2009

Schreiben Dr. Schalkhäuser,
Bundesvorsitzender des Bdb, an


Herrn
Dr. Rolf H o b e r g
Vorstandsvorsitzender
AOK Baden-Württemberg
Heilbronner Str. 184
80193 Stuttgart

Verteiler
Frau Staatsministerin
Dr. Monika Stolz
Sozialministerium
Baden-Württemberg
Schellingstr. 15
70174 Stuttgart

Herrn
Dr. Achim Hoffmann-Goldmayer
Vorsitzender der Kassenärztlichen
Vereinigung Baden-Württemberg
Albstadtweg 11
70567 Stuttgart


30.01.2009


Belegärztliche Vergütung ab 1.1.2009

Sehr geehrter Herr Dr. Hoberg,

die Entscheidung des Landesschiedsamtes zum Gesamtvertrag 2009 führt zu erheblichen Verwerfungen bei der belegärztlichen Vergütung in Baden-Württemberg. Auch wenn die Leistungen des EBM-Kapitels 36 um rund 19% höher bewertet werden, ergibt sich bei einem festgelegten Orientierungswert von 3,50 Cent rechnerisch lediglich eine Vergütung von etwa 4,19 Cent. Das bedeutet für die Belegärztinnen/-ärzte in Baden-Württemberg einen Verlust von bis zu 20%.
Diese Situation ist Ihnen natürlich ebenso bekannt, wie auch, dass die einschlägigen und neuen Paragraphen des KHRG zur belegärztlichen Vergütung keine Alternative dazu bieten. Bei einem 20%-Abschlag von dem Erlös einer hauptamtlichen Fallpauschale werden wohl keine Krankenhäuser von dieser Wahloption Gebrauch machen.
Gerade in Baden-Württemberg, einem Bundesland mit hoher Belegarztdichte, dürfte ein Wegbrechen der belegärztlichen Tätigkeit zu Fehlentwicklungen in der bürger- und wohnortnahen Patientenversorgung führen, insbesondere im ländlichen Raum. Dort werden nämlich wesentliche Versorgungssegmente allein durch Belegärzte abgedeckt. Eine derartige Entwicklung, möglicherweise verstärkt durch Umwandlung von Belegabteilungen in Hauptabteilungen abgefedert, dürfte nicht im Interesse der AOK Baden-Württemberg sein.

Da eine Einflussnahme auf das KHRG derzeit wohl wenig erfolgversprechend sein dürfte, kann m. E. diese Situation nur über den EBM entschärft werden. Wie mir bekannt ist, hat der Erweiterte Bewertungsausschuss im Rahmen seiner Beschlussfassung zur Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung im Jahr 2009 festgelegt, dass für besonders förderungswürdige ärztliche Tätigkeitsfelder - so ausdrücklich auch für belegärztliche Leistungen - in den Ländern Zuschläge zum Punktwert der regionalen Euro-Gebührenordnung vereinbart werden können, damit eine Abwertung dieser Leistungen im Vergleich mit derem bisherigen regionalen Vergütungsniveau vermieden werden kann. Eine derartige Regelung ist in Ihrem Bundesland allerdings zum Unmut aller Belegärzte bislang nicht umgesetzt worden.

Da ich davon ausgehe, sehr geehrter Herr Dr. Hoberg, dass gerade die AOK zur Gewährleistung einer weiterhin guten und wirtschaftlichen Versorgung der bei ihr versicherten Patienten an einem voll funktionsfähigen Belegarztwesen interessiert sein müsste, darf ich dringend anregen, über eine Einführung von entsprechenden Zuschlägen nochmals intensiv zu befinden. Solche Zuschläge für alle kurativ-stationären, belegärztlichen Leistungen müssten letztlich zu den Vergütungspunktwerten des Jahres 2008 führen.

Einer Beurteilung dieses Ansinnens sehen wir mit großem Interesse entgegen.

Mit freundlichen Grüssen



Dr. Klaus Schalkhäuser




Aktuelles

Antwortschreiben von Dr. Hoberg vom 09.02.2009



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Aktuelles

Schreiben BdB an Dr. Platzer vom 30.01.2009

Schreiben Dr. Schalkhäuser,
Bundesvorsitzender BdB, an


Herrn
Dr. Helmut P l a t z e r
Vorstandsvorsitzender der AOK Bayern
Carl-Wery-Str. 28
81739 München


30.01.2009


VERTEILER:
Herrn Staatsminister
Dr. Markus Söder
Bayerisches Staatsministerium
für Gesundheit und Umwelt
Rosenkavalierpl. 2
81925 München

Herrn Dr. Axel Munte
Vorsitzender des Vorstandes
der KassenärztlichenVereinigung Bayerns
Elsenheimerstr. 39
80687 München

Belegärztliche Vergütung ab 1.1.2009

Sehr geehrter Herr Dr. Platzer,

die Entscheidung des Landesschiedsamtes zum Gesamtvertrag 2009 führt zu erheblichen Verwerfungen bei der belegärztlichen Vergütung in Bayern. Auch wenn die Leistungen des EBM-Kapitels 36 um rund 19% höher bewertet werden, ergibt sich bei einem festgelegten Orientierungswert von 3,50 Cent rechnerisch lediglich eine Vergütung von etwa 4,19 Cent. Das bedeutet für die Belegärztinnen/-ärzte in Bayern einen Verlust von bis zu 25%.
Diese Situation ist Ihnen natürlich ebenso bekannt, wie auch, dass die einschlägigen und neuen Paragraphen des KHRG zur belegärztlichen Vergütung keine Alternative dazu bieten. Bei einem 20%-Abschlag von dem Erlös einer hauptamtlichen Fallpauschale werden wohl keine Krankenhäuser von dieser Wahloption Gebrauch machen.
Gerade in Bayern, dem Bundesland mit der höchsten Belegarztdichte, in dem 59% der Krankenhäuser gemischte Einrichtungen mit Haupt- und Belegabteilungen vorhalten und 6% reine Belegkrankenhäuser sind, dürfte ein Wegbrechen der belegärztlichen Tätigkeit zu Fehlentwicklungen in der bürger- und wohnortnahen Patientenversorgung führen, insbesondere im ländlichen Raum. Dort werden nämlich wesentliche Versorgungssegmente allein durch Belegärzte abgedeckt. Diese Befürchtungen werden im Übrigen auch durch die BKG geteilt. Eine derartige Entwicklung, möglicherweise durch Umwandlung von Belegabteilungen in Hauptabteilungen abgefedert, dürfte auch nicht im Interesse der AOK Bayern sein.

Da eine Einflussnahme auf das KHRG derzeit wohl wenig erfolgversprechend sein dürfte, kann m. E. diese Situation nur über den EBM entschärft werden. Wie mir bekannt ist, hat der Erweiterte Bewertungsausschuss im Rahmen seiner Beschlussfassung zur Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung im Jahr 2009 festgelegt, dass für besonders förderungswürdige ärztliche Tätigkeitsfelder - so ausdrücklich auch für belegärztliche Leistungen - in den Ländern Zuschläge zum Punktwert der regionalen Euro-Gebührenordnung vereinbart werden können, damit eine Abwertung dieser Leistungen im Vergleich mit derem bisherigen regionalen Vergütungsniveau vermieden werden kann. Eine derartige Regelung ist in Ihrem Bundesland allerdings zum Unmut aller Belegärzte bislang nicht umgesetzt worden.

Da ich davon ausgehe, sehr geehrter Herr Dr. Platzer, dass gerade die AOK zur Gewährleistung einer weiterhin guten und wirtschaftlichen Versorgung der bei ihr versicherten Patienten an einem voll funktionsfähigen Belegarztwesen interessiert sein müsste, darf ich dringend anregen, über eine Einführung von entsprechenden Zuschlägen nochmals intensiv zu befinden. Solche Zuschläge für alle kurativ-stationären, belegärztlichen Leistungen müssten letztlich zu den Vergütungspunktwerten des Jahres 2008 führen.

Einer Beurteilung dieses Ansinnens sehen wir mit großem Interesse entgegen.

Mit freundlichen Grüssen



Dr. Klaus Schalkhäuser




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Schreiben HKG an Ulla Schmidt vom 06.02.2009



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Artikel "Belegärzte am Scheideweg"

Belegärzte am Scheideweg

Durch die Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung zum 1. Januar 2009 mit einem bundesweiten Orientierungs(punkt)wert von 3,50 Cent werden Belegärzte, insbesondere in den Süd-KVen Honorarverluste von bis zu 25 Prozent erleiden, auch wenn die Leistungen des belegärztlichen EBM-Kapitels 36 um 19 Prozent höher bewertet werden. Die im Krankenhausfinanzierungsreformgesetz vorgegebene Wahloption für Krankenhäuser, mit Belegärzten Honorarverträge abzuschließen und für deren Leistungen hauptamtliche Fallpauschalen mit einem Abschlag von 20 Prozent abzurechnen, ist aus wirtschaftlichen Gründen nicht umsetzbar. Eine Umwandlung von Belegabteilungen in Hauptabteilungen zur Umgehung dieser Regelung dürfte von der Politik nicht ohne weiteres akzeptiert werden und würde für die Belegärzte die Aufgabe der Freiberuflichkeit bedeuten und das Belegarztsystem insgesamt in seiner Existenz bedrohen.

Die Vergangenheit
Mit dem EBM 2000 plus wurden zum 1. April 2005 erstmals eigenständige Abrechnungsvorgaben mit dem Abschnitt 31.2 für das ambulante Operieren und für die kurativ-stationären, belegärztlichen Leistungen geschaffen. Der Bundesverband der Belegärzte e. V. (BdB), an der Entwicklung dieses Abschnittes praktisch nicht beteiligt, hatte vor den für die Belegärzte zu erwartenden erheblichen Honorareinbußen gewarnt, die handwerklichen Fehler konsequent aufgezeigt und mit seinen Befürchtungen letztlich Recht behalten. So mussten Belegärztinnen/-ärzte, auch wegen völlig unbefriedigender Honorarverteilungsmaßstäbe, existenzbedrohende Honorarverluste hinnehmen, in einzelnen Regionen bis zu 45 Prozent.
Die gerade neu gebildete Bundesregierung hat die sich abzeichnenden Gefahren für das gesamte Belegarztsystem offensichtlich erkannt und als politischen Lösungsansatz für diese spezielle Krise in der Krankenversorgung im Rahmen der vorgesehenen Weiterentwicklung und Reform des Gesundheitswesens in ihrem Koalitionsvertrag vom 11. November 2005 zur Problembewältigung der belegärztlichen Vergütung vorgesehen:
'Für die belegärztliche Vergütung soll im DRG-System eine Regelung gefunden werden.'
Die Umsetzung dieser sehr allgemein formulierten Vorgabe der Regierungskoalition zur belegärztlichen Vergütung sollte durch das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) zum 1. April 2007 erfolgen. In einer Vielzahl von Gesprächsrunden mit politischen Entscheidungsträgern, Körperschaften, der Selbstverwaltung und Interessensverbänden wurden die Möglichkeiten einer DRG-Lösung, aber auch ihre möglichen Folgen für die Belegärzte heftig und oft kontrovers diskutiert. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) strebte nachvollziehbar die Sicherung eines uneingeschränkten Vertragsarztstatus für die Belegärzte durch Einführung eines eigenständigen, belegärztlichen EBM-Kapitels mit einer angemessenen Vergütung an. Da sich die KBV und die Krankenkassen im Bewertungsausschuss tatsächlich zeitgerecht auf das ausschließlich für die belegärztliche Leistungserbringung ausgerichtete EBM-Kapitel 36 mit einer begleitenden Bundesempfehlung verständigen konnten, hat der Gesetzgeber im GKV-WSG von einer DRG-Lösung Abstand genommen. Bei festen Punktwerten mit extrabudgetärer Leistungsvergütung konnte insbesondere das bis zu diesem Zeitpunkt bestehende Süd-Nordgefälle bei den belegärztlichen Honoraren deutlich verbessert werden. So wurde beispielsweise in der KV Niedersachsen der Punktwert von 2,4 Cent auf 4,2 Cent angehoben. Die höchsten Punktwerte konnten in der KV Bayern mit rund 5,0 Cent und in der KV Baden-Württemberg mit 4,8 Cent vereinbart werden, im Bundesdurchschnitt betrug der Punktwert etwa 4,4 Cent. Da darüber hinaus viele Leistungen des Kapitels 36 im Vergleich zu den Bewertungen des Abschnitts 31.2 zusätzlich höher bewertet wurden, verbesserten sich dadurch die belegärztlichen Honorare.

Die Gegenwart
Durch die im GKV-WSG verpflichtende Vorgabe zur Einführung einer Euro-Gebührenordnung im vertragsärztlichen Bereich zum 1. Januar 2009 musste als Grundlage für die regionalen Honorarverteilungsmaßstäbe ein bundesweiter Orientierungs(punkt)wert für alle EBM-Kapitel errechnet werden, verbindlich so auch für die belegärztlichen Leistungen des Kapitels 36. Dieser Orientierungswert wurde bekanntlich, einheitlich mit 3,50 Cent festgelegt. Die Leistungen des Kapitels 36 allerdings wurden im Rahmen dieser Honorarreform um rund 19 Prozent höher bewertet, so dass sich daraus für die dort abgebildeten belegärztlichen Leistungen derzeit ein rechnerischer Vergütungspunktwert von 4,19 Cent ergibt. Dies ist zwar die beste fachärztliche Leistungsvergütung des neuen EBM, insbesondere verglichen mit den arztgruppenspezifischen RLV. Für die Belegärztinnen/-ärzte, insbesondere in den Süd-KVen (z. B. Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz), bedeutet dies im Einzelfall trotzdem Honorarverluste bis zu 25 Prozent.
Aus zunächst nicht ersichtlichen Gründen, aber möglicherweise um die zitierten Vorgaben der Koalitionsvereinbarung doch noch umzusetzen, haben die beiden Koalitionsfraktionen unmittelbar vor Verabschiedung des Krankenhausfinanzierungsreformgesetzes (KHRG) Änderungsanträge zur belegärztlichen Vergütung eingebracht.
Danach sollte den Krankenhäusern die Option eingeräumt werden, mit ihren Belegärzten Honorarverträge zur Vergütung der von ihnen erbrachten Leistungen abzuschließen und dafür die entsprechenden Fallpauschalen für Hauptabteilungen zu 100 Prozent ( ! ) abzurechnen. So waren zumindest diese Änderungsanträge noch Mitte November 2008 formuliert.
Diese Regelung wäre zweifellos für viele Belegärzte eine erwägenswerte Alternative gewesen, unter zugesichertem Erhalt des Belegarztstatus, die durch den EBM regional ausgelösten Honorarverluste zu kompensieren. Deshalb haben der BdB-Vorstand und die BdB-Mitgliederversammlung am 15. November 2008 diesem Gesetzesvorhaben grundsätzlich zugestimmt.
Am 15. Dezember 2008 wurden diese Änderungsanträge dann allerdings abgewandelt und am 18. Dezember vom Bundestag auch beschlossen. Diese Wahloption hat demnach für die Krankenhäuser unverändert Bestand, die Abrechnung der hauptamtlichen DRG wurde jedoch nun mit einem Abschlag von 20 Prozent ( ! ) versehen. Da aber ein Erlös von 80 Prozent aus einer hauptamtlichen DRG für die Krankenhäuser völlig unzureichend ist, um dem Belegarzt ein angemessenes Honorar anbieten zu können und gleichzeitig die Krankenhauskosten zu decken, wird diese Wahloption ins Leere laufen.
Insofern stehen nun in der Tat viele Belegärzte am Scheideweg.
In einigen KV-Bereichen werden durch den EBM also keine oder eher geringe Honorarverluste zu beklagen sein. Für die Belegärztinnen/-ärzte der KV Bayern, dem Bundesland mit der größten Belegarztdichte, aber auch anderer KVen, werden die Honorarverluste unerträglich sein. Zwar wurde am 19. Januar zwischen dem bayerischen Ressortminister Dr. Markus Söder einerseits und der KV Bayern sowie den Krankenkassen andererseits in einer konsentierten Gemeinsamen Erklärung festgehalten, dass gemäß eines Beschlusses des Erweiterten Bewertungsausschusses vom 15. Januar 2009 befristete Ausgleichszahlungen an Fachärzte - also auch an Belegärzte - geleistet werden sollen, wenn sich deren Honorar um mehr als 5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal vermindern sollte. Woher, so stellt sich allerdings die Frage, werden die sicherlich notwendigen Finanzmittel kommen, wenn nicht durch Umverteilung, da vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise keine zusätzliche Gelde zu erwarten sind.

Die Zukunft
Welche weiteren Möglichkeiten zu einer Verbesserung der für viele Belegärzte prekären Situation stehen derzeit also noch zur Diskussion?
Krankenhäuser könnten ihre Belegabteilungen in Hauptabteilungen, ergänzt durch einen nachgeordneten ärztlichen Dienst, umwandeln und ihre Belegärzte nach dem Vertragsarztrechtsänderungsgesetz jeweils mit einer Wochenarbeitszeit von 13 Stunden anstellen und neben einem Grundgehalt zusätzlich mit freien Verträgen für ihre Leistungen honorieren.
Ein derartiges Modell würde aber wohl nur für Belegabteilungen mit wenigstens 3 Belegärzten der gleichen Fachrichtung möglich sein, von den sonstigen Rechtsproblemen einer Umwandlung einmal völlig abgesehen.
Da solche Voraussetzungen nicht überall gegeben sind, könnten ganze Versorgungssegmente dieser integrierenden und wohnortnahen Versorgungsstruktur, die derzeit vielerorts allein durch Belegärzte abgedeckt wird, verschwinden, insbesondere in ländlichen Regionen.
Eine Alternative zu diesem Verfahren für eine angestrebte Umwandlung wäre, einen Chefarzt (= ärztlicher Direktor), der überwiegend nur noch administrativ tätig ist neben einem nachgeordneten ärztlichen Dienst anzustellen und den vorhandenen Belegärzten Konsiliararztverträge anzubieten. Bei dieser Konstruktion müssten dann die Belegärzte ihre Belegarztzulassung zurück geben. Werden Belegärztinnen/-ärzte von ihrem Krankenhausträger für ihre stationären Leistungen über frei zu vereinbarende Verträge, also außerhalb des kollektiven Vertragssystems bezahlt, geben sie in jedem Fall ihre Freiberuflichkeit auf. Sie müssen auch von zeitlich befristeten Verträgen ausgehen und in Kauf nehmen, dass die Höhe der Honorare mit großer Wahrscheinlichkeit dem jeweiligen wirtschaftlichen Ergebnis des Krankenhauses angepasst wird.
Die Umwandlung von Belegabteilungen in Hauptabteilungen mag durchaus von Belegärzten und insbesondere von Krankenhausträgern gewünscht und auch derzeit betrieben werden, der BdB hat aber deutliche Signale erhalten, dass ein derartiger Strukturwandel, der das Ende für das gewachsene und kostengünstige Belegarztwesen bedeuten könnte, von den politischen Entscheidungsträgern nicht akzeptiert würde.
In diesem Zusammenhang ist auch zu erwähnen, dass die privaten Krankenversicherungen bereits gefordert haben, bei Wahlleistungspatienten den derzeitigen Abschlag von 15 Prozent bei belegärztlichen Liquidationen stationär erbrachter Leistungen bei Abrechnung einer hauptamtlichen Fallpauschale durch das Krankenhaus dann auf 25 Prozent anzuheben.
Diese für Belegärzte nicht mehr abschätzbare Perspektiven wegen der EBM-Situation und der fehlenden Alternative im KHRG hat der Bundesverband der Belegärzte mündlich und auch schriftlich der Bundesgesundheitsministerin, einigen Landesgesundheitsministern und Abgeordneten des gesundheitspolitischen Ausschusses vorgetragen und auf die drohenden Gefahren für das Belegarztsystem hingewiesen (s. auch www.bundesverband-belegaerzte.de ).
Da eine Novellierung der einschlägigen Bestimmungen zur belegärztlichen Vergütung im KHRG im Wahljahr wohl eher unwahrscheinlich sein dürfte, können allein Änderungen im EBM zu einer zeitnahen Problemlösung führen. Insofern wurden einige Krankenkassenvorstände durch den BdB aufgefordert, einen früheren Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses endlich umzusetzen, wonach für besonders förderungswürdige ärztliche Leistungen, also für belegärztliche Leistungen und ambulante Operationen, Zuschläge zu dem Orientierungswert zu vergüten sind, um regional resultierende deutliche Verminderungen der Vergütung zu korrigieren. Die KBV hat zur Beschlussfassung auf der Sitzung des Erweiterten Bewertungsausschusses am 27. Februar entsprechende Anträge eingebracht (Ergebnis bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt).
Wollen Politik und Krankenkassen die belegärztliche Versorgung mit ihrem hohen Stellenwert in einigen Bundesländern auf Dauer flächendeckend sicherstellen, so genügen jetzt keine hohlen Absichtserklärungen mehr. Waren das Kapitel 36 mit extrabudgetärer Vergütung und seiner flankierenden Bundesempfehlung für diese Zielvorstellung ein Schritt in die richtige Richtung, so sind die Festlegungen durch die Euro-Gebührenordnung rückwärts gerichtet. Nur wenn die Rahmenbedingungen eine angemessene Vergütung belegärztlicher Leistungen und kostendeckende Erlöse für die Krankenhäuser ermöglichen, hat das Belegarztwesen eine Zukunft. Hoffentlich erkennen dies die Entscheidungsträger in unserem Gesundheitssystem bevor es zu spät ist.



Dr. Klaus Schalkhäuser
Bundesverband der Belegärzte e. V.
Bundesvorsitzender




Aktuelles

Veranstaltung ZENO 2009

Nachfolgend das Programm einer sicherlich sehr informativen Veranstaltung zur belegärztlichen Situation. Der Veranstalter ZENO räumt den Mitgliedern unseres Verbandes Sonderkonditionen ein.





Meldung herunterladen:

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Aktuelles

aktuellste Mitglieder-Info vom 16.12.2008

16.12.2008

INFO
an die Mitglieder
Bundesverband der Belegärzte e. V.



Sehr geehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege,

zum besseren Verständnis dieser aktuellen Information verweisen wir zunächst auf unser Rundschreiben Dezember 2008, Ziffer 3. Dort hatten wir mitgeteilt, dass von den Koalitionsfraktionen Änderungsanträge zum Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG) zur Vergütung belegärztlicher Leistungen eingebracht worden waren. Demnach soll dem Krankenhausträger die Wahloption eingeräumt werden, für die belegärztliche Behandlung die Fallpauschalen für Hauptabteilungen abzurechnen und die Vergütung der Belegärzte über einen Honorarvertrag zu regeln.
Die BdB-Mitgliederversammlung hat den BdB-Vorsitzenden beauftragt, diesem Änderungsantrag zuzustimmen, wenn bestimmte Vorstellungen dazu erfüllt werden und insbesondere aber, da unsererseits unterstellt wurde, dass der Erlös für das Krankenhaus tatsächlich der Bewertung der hauptamtlichen DRG zu 100% entspräche.
Am 15. Dezember hat der gesundheitspolitische Ausschuss einer Änderung dieses ersten Änderungsantrages vom Grundsatz her zugestimmt. Die Wahloption zur Umstellung, wie o. g. dargelegt, bleibt also erhalten, der Erlös für das Krankenhaus wurde aber auf 80 v. H. der hauptamtlichen DRG festgelegt. Das bedeutet, dass die Erlöse für Krankenhäuser bei etwa 35% der belegärztlichen Leistungen niedriger als bisher sein werden, für etwa 65% lediglich ein rechnerischer Gewinn von vielleicht 5 - 8% verbliebe. Daraus sind im Regelfall wohl keine angemessenen Vergütungen für Belegärzte mehr möglich. Insofern werden auch bestenfalls einige wenige Krankenhäuser von der Wahloption Gebrauch machen.
Diese novellierten Änderungsanträge haben somit die Geschäfts- und Rechtsgrundlage für den Beschluss der BdB-Mitgliederversammlung aufgehoben. Der BdB kann dieser Neuformulierung also nicht zustimmen, zumal auch unsere sonstigen Eingaben nicht aufgegriffen wurden.
Auf Nachfrage im gesundheitspolitischen Ausschuss wurde mir mitgeteilt, dass weitere Änderungsvorstellungen derzeit nicht mehr behandelt werden können, da die parlamentarischen Abstimmungen zunächst im Bundestag bereits in dieser Woche zum Abschluss kommen.

Mit freundlichen Grüssen

gez.
Dr. Klaus Schalkhäuser




Aktuelles

Mitglieder-Rundschreiben Dezember 2008

RUNDSCHREIBEN
an die Mitglieder
Bundesverband der Belegärzte e. V.


Sehr geehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege,

am Jahresende möchten wir Ihnen einen Überblick über das zweite Halbjahr 2008 geben, verbunden mit einem Ausblick auf das, was die Vertrags(Beleg)-Ärzte im kommenden Jahr zu erwarten haben. Auf unser Rundschreiben vom August d. J. verweisen wir ergänzend.

1. 'Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung' - EBM 2009

Im GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz ist festgelegt, dass die vertragsärztliche Leistungsvergütung, ausgewiesen durch Punkte, mit Wirkung zum 1. Januar 2009 durch eine Gebührenordnung (= EBM 2009) mit festen Preisen, aber Mengensteuerung, ersetzt werden soll. Dazu muss jährlich ein Orientierungs(punkt)-
wert in EURO festgelegt werden, der die Grundlage für den regionalen Honorarverteilungsmaßstab darstellt, also in den jeweiligen KVen grundsätzlich unterschiedlich ausfallen kann.
Auch wenn für das Jahr 2009 den Krankenkassen eine Steigerung der Gesamtvergütung von knapp 3 Mia. EURO abgerungen werden konnte, die den einzelnen KVen in unterschiedlicher Höhe zufließt, bedeutet dies natürlich u. E. nicht einen wirklichen Wegfall der Budgetierung. Zur Mengensteuerung wird jedem Arzt nämlich ein Regelleistungsvolumen (RLV), bewertet in EURO, zugewiesen. Dieses ergibt sich aus der Multiplikation des durchschnittlichen Fallwertes einer Fachgruppe mit der Arztfallzahl eines Arztes im Vorjahresquartal. Abgerechnete Leistungen, die das RLV überschreiten, das im Übrigen aufgeteilt wird in drei Altersklassen analog den Grundpauschalen, werden gestaffelt mit floatenden Punktwerten bedient.
Im erweiterten Bewertungsausschuss wurde für das Jahr 2009 der Orientierungswert mit 3,50 Cent festgelegt.
Grundsätzlich werden bestimmte Leistungen des EBM durch einen Anpassungsfaktor höher bewertet.
Die belegärztlichen Leistungen des Kapitels 36 werden weiterhin extrabudgetär vergütet, also außerhalb des RLV, und mit etwa 19% erhalten sie die beste Höherbewertung.
Daraus lässt sich zunächst prinzipiell ein bundesdurchschnittlicher Punktwert von etwa 4,2 Cent ableiten. Für die Süd-KVen wäre dies eine Verschlechterung von bis zu 20%!
Allerdings können die KVen auch andere, also bessere Honorarverteilungsmaßstäbe, wohl sicherlich nur über Schiedsämter, abschließen.
Die Leistungen des ambulanten Operierens werden um etwa 15% erhöht.
Wichtig ist, dass zeitgleich der Anhang 2 zum EBM nun an die OPS-Version 2009 angepasst wurde.
Zu den anstehenden Änderungen wird auf das Deutsche Ärzteblatt Nr. 48 vom 28.11.2008 verwiesen.

2. Das Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG)

Mit Wirkung vom 1. Januar 2009 wird durch das KHRG die Konvergenzphase zur Einführung der DRG-Fallpauschalen beendet, d. h. die Krankenhausfinanzierung erfolgt nun ausschließlich nach diesem Vergütungssystem. Insofern war es notwendig, das bisherige Krankenhausentgeltgesetz zu ersetzen durch das ?Gesetz zum ordnungspolitischen Rahmen der Krankenhausfinanzierung ab dem Jahre 2009?, dem KHRG.
Die Bundesministerin für Gesundheit war derzeit noch mit ihren ersten Entwürfen zum Gesetz, eine Freigabe der Preise der DRG-Fallpauschalen zu erreichen und somit den Krankenkassen das Recht zum Abschluss von selektiven Verträgen zu DRG-Leistungen einzuräumen, am Widerstand der Länder ebenso gescheitert wie auch eine Umstellung von der dualistischen auf eine monistische Finanzierung nicht akzeptiert wurde.
Formulierungen, die das Belegarztsystem betreffen könnten, waren im Gesetzentwurf nicht vorgesehen. Dies sollte sich allerdings wenige Tage vor der Sachverständigenanhörung am 24. November in Berlin nachhaltig ändern.

3. Ergebnisse der BdB-Mitgliederversammlung 2008

Am 15. November fand die ordentliche Jahreshauptversammlung unseres Verbandes in Berlin statt.
Zum Bericht des Vorstandes, unter Einschluss des Finanzberichtes, wird auf das Protokoll verwiesen, das auf unserer Website www.bundesverband-belegaerzte.de eingestellt ist.

3.1 Der Vorsitzende der KBV-Honorarabteilung, Dr. Bernhard ROCHELL, erläuterte in seinem Gastreferat 'Belegärztliche Leistungsvergütung - Stand der Honorarreform 2009' die Entwicklungen und Aussichten für Belegärzte zur neuen vertragsärztlichen Vergütung.
Am Ende seines Vortrages informierte er die Versammlung von 3 Änderungsanträgen, die aktuell von den Koalitionsfraktionen zum KHRG eingereicht worden waren. Danach soll den Krankenhäusern die Wahloption eingeräumt werden, für die Behandlung von Belegpatientinnen und -patienten die Fallpauschalen und Zusatzentgelte für Hauptabteilungen abzurechnen. Die Vergütung für die ärztlichen Leistungen des Belegarztes soll dann über einen Honorarvertrag durch den Krankenhausträger erfolgen. Nach ausführlicher Diskussion war die Mitgliederversammlung der Überzeugung, dass auf Grund der parlamentarischen Mehrheiten diese Änderungsanträge auch in das Gesetz einfließen würden. Deshalb wurde ohne Gegenstimme beschlossen, dass der BdB-Bundesvorsitzende bei der Sachverständigenanhörung die grundsätzliche Zustimmung erteilen sollte. Allerdings sollte ergänzend sicher gestellt werden, dass dem Belegarzt ein gleichberechtigtes Entscheidungsrecht zur vorgesehenen Wahloption eingeräumt wird und nicht nur dem Krankenhaus. Weiterhin muss geklärt werden, dass der Belegarzt nach Abschluss eines Honorarvertrages seinen Belegarztstatus nach dem Kassenarztrecht behält.

In einer kurzfristig eingereichten Stellungnahme haben wir dem gesundheitspolitischen Ausschuss diese Vorstellungen zeitgerecht mitgeteilt.
Auf der Sachverständigenanhörung erhielt der Unterzeichner als Vertreter des BdB aus der CDU/CSU-Fraktion eine Frage, die als Einstieg in eine Diskussion über die zitierten Änderungsanträge zum Belegarztwesen aufgefasst werden musste. Vor Beantwortung allerdings wurde einem Geschäftsordnungsantrag der FDP-Fraktion gefolgt, eine Aussprache darüber abzulehnen, da diese Änderungsanträge dem gesundheitspolitischen Ausschuss des Bundestages nicht ( ! ) bekannt und auch nicht verhandelt worden seien. Der zitierte Beschluss der BdB-Mitgliederversammlung konnte zumindest zu diesem Zeitpunkt deshalb nicht vorgebracht werden. Es ist uns derzeit nicht bekannt, wie in dieser Angelegenheit weiter verfahren wird.

3.2 Weitere Beschlüsse der BdB-Mitgliederversammlung

Wie in unserem letzten Rundschreiben mitgeteilt, verlangt die Kostenentwicklung eine Erhöhung des Jahres-Mitgliedsbeitrages von bislang EURO 90,-- auf EURO 120,--, also eine Erhöhung von EURO 2,50 pro Monat, um den Belegarztverband funktionsfähig zu erhalten. Der Mitgliederversammlung wurde eine Beitragsordnung zur Abstimmung vorgelegt (diese ist auf unserer Internetseite eingestellt) und von dieser einstimmig angenommen. Somit beträgt ab 1. Januar 2009 der Jahresbeitrag EURO 120,--. Dieser Beitrag ist nach wie vor der niedrigste aller ärztlichen Berufsstandsvertretungen.
Soweit Sie unserer Geschäftsstelle noch keine Einzugsermächtigung erteilt haben, veranlassen Sie dies bis spätestens zum 31. März 2009 ! Danach müsste sonst eine zusätzliche Verwaltungskostengebühr von EURO 10,-- gemäß des Beschlusses erhoben werden (s. Ziffer 4 der Beitragsordnung).
Ohne Gegenstimme wurde dem Vorstand auf Antrag die Entlastung für das Geschäftsjahr 2007 erteilt.


Perspektiven für 2009

Werden die zitierten Änderungsanträge zum KHRG Gesetzesinhalt, bedeutet dies einen Paradigmenwechsel der bislang geübten Honorarsystematik, der jeden davon betroffenen Belegarzt vor große Entscheidungen stellt. Vor allem deshalb, weil davon auszugehen ist, dass die Honorarverträge des Krankenhausträgers immer zeitlich befristet sein werden. Insofern strebt der BdB an, zusammen mit der KBV und/oder BÄK Formulierungshilfen als Basis für derartige Honorarverträge zu entwickeln.
Der Bundesverband der Belegärzte e. V. wird sich dieser neuen Herausforderung stellen. Wir werden Sie weiter informieren.

Ihnen und Ihren Familien wünschen wir eine besinnliche Weihnacht und im kommenden Jahr weiterhin viel Erfolg, auch wenn durch den EBM 2009 und das KHRG der Alltag nicht leichter werden wird.

Mit freundlichen Grüssen
Für den BdB-Vorstand


gez.
Dr. Klaus Schalkhäuser
Bundesvorsitzender









Aktuelles

Stellungnahme zum Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG)

Bundesverband der Belegärzte (BdB)

09.12.2008


Stellungnahme des Bundesverbandes der
Belegärzte e. V.

zum

Entwurf eines Gesetzes zum ordnungspolitischen Rahmen der Krankenhausfinanzierung ab dem Jahr 2009 (Krankenhausfinanzierungsreformgesetz - KHRG)
(BT-Drs. 16/10807 v. 7.11.2008)


Im Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens einzubringende Gesetzgebungsvorschläge zum SGB V und zum KHEntG

1.
Rein zufällig und nicht offiziell hat der Bundesverband der Belegärzte e. V. aktuell von den Änderungsanträgen 1, 2 und 5 der Fraktionen der CDU/CSU und SPD Kenntnis erhalten, die die Vergütungsregelungen für Belegärzte nachhaltig verändern sollen.

2.
Auf die Bedeutung des Belegarztwesens muss an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden.

3.
Wurde noch im Rahmen des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz dem § 121 SGB V ein Absatz 4 zugeordnet, wonach letztlich die belegärztlichen Leistungen aus dem einheitlichen Bewertungsmaßstab mit angemessenen Bewertungen vergütet werden sollen, so sieht nun ein einzufügender Absatz 5 vor, dass davon abweichend Krankenhäusern ein Wahlrecht eingeräumt werden soll, zur Vergütung Honorarverträge mit Belegärzten zu schließen.

4.
Sollten Krankenhäuser von dieser Wahloption Gebrauch machen, rechnen sie für die Behandlung von Belegpatientinnen und -patienten die Fallpauschalen und Zusatzentgelte für Hauptabteilungen ab. Der Belegarzt, der einen Honorarvertrag abschließt, teilt dies der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung mit.


BEURTEILUNG:
Diese vorgesehenen Gesetzesvorhaben zum Belegarztwesen stellen zweifellos einen Paradigmenwechsel dar. Aus Sicht des Bundesverbandes der Belegärzte e. V. bedarf es der Klärung folgender Sachverhalte, die derzeit in den Formulierungshilfen zu diesen Änderungsanträgen nicht geregelt sind:

a. Behält ein Belegarzt, der einen Honorarvertrag
abschließt, seinen Belegarztstatus nach dem
Kassenarztrecht?

b. Was geschieht, wenn ein Krankenhaus einen
Honorarvertrag will, dies vom Belegarzt aber
abgelehnt wird?

Der Bundesverband der Belegärzte e. V. erwartet deshalb, dass im Falle der Umsetzung dieser Änderungsanträge im Gesetzgebungsverfahren auch dem Belegarzt ein gleichberechtigtes Entscheidungsrecht zur vorgesehenen Wahloption eingeräumt wird und nicht nur dem Krankenhaus, wie derzeit vorgesehen.

Weiterhin muss zum Schutze des Belegarztes sichergestellt werden, dass es einem Krankenhaus untersagt wird, zusätzlich Honorarärzte der gleichen Fachrichtung ohne Belegarztstatus zu verpflichten, wie dies offensichtlich von dritter Seite angedacht wird.

Dem Belegarzt, der mit Abschluss eines Honorarvertrages aus der kollektiven vertraglichen Honorierung ausscheidet und sich in ein angestelltenähnliches Verhältnis zu seinem Krankenhaus begibt, müssen Verträge angeboten werden, die Existenz sichernd sind.

Der Bundesverband der Belegärzte e. V. bittet, im Gesetzgebungsverfahren seine Vorschläge zu berücksichtigen und den wohl immer noch bestehenden Förderungstatbestand des Belegarztsystems fortzuschreiben.


gez.
Dr. Klaus Schalkhäuser
Bundesvorsitzender
Bundesverband der Belegärzte e. V.





Aktuelles

Anlage 1 zum Protokoll der Mitgliederversammlung am 15.11.2008, Vortrag Dr. Rochell, KBV

Der Vortrag von Herrn Dr. Rochell, KBV, liegt uns leider noch nicht in elektronischer Form vor.
Dieser Vortrag wird eingestellt, sobald Herr Dr. Rochell diesen an uns übermittelt hat.



Aktuelles

Protokoll der Mitgliederversammlung am 15.11.2008 in Berlin

Protokoll der ordentlichen Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Belegärzte
am 15. November 2008
im relexa hotel Stuttgarter Hof, Anhalter Str. 8-9, Berlin


Eröffnung der Versammlung durch den 1. Vorsitzenden Herrn Dr. Klaus Schalkhäuser
Protokollführerin war Frau Gertraud Dandl.
Anwesend waren 33 Teilnehmer, 3 Gäste
Beginn der Versammlung: 10.30 Uhr

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

1. Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit
2. Bericht des Vorstandes mit Aussprache
3. a) Bericht des Schatzmeisters
3. b) Beschluss zur Beitragsordnung
4. Entlastung des Vorstandes
5. 'Belegärztliche Leistungsvergütung Stand der Honorarreform 2008'
(Dr. B. Rochell, KBV)
6. Verschiedenes



TOP 1: Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit
Der Bundesvorsitzende Herr Dr. Schalkhäuser eröffnet die Mitgliederversammlung, begrüßt die anwesenden Teilnehmer und stellt die Beschlussfähigkeit fest.
Er weist noch einmal darauf hin, dass auf Wunsch von Mitgliedern anlässlich der Mitgliederversammlung 2007 erstmals nicht in München getagt wird.
Der BdB hat am 01.01.2008 468 Vollmitglieder und unverändert etwa 450 kooptierte Mitglieder der Berufsverbände der Urologen und der Kinderärzte.
Kündigungen der Mitgliedschaft sind überwiegend aus Altersgründen oder aber wegen Aufgabe der belegärztlichen Tätigkeit erfolgt.
Dr. Schalkhäuser erinnert daran, dass der Alterungsprozess der gesamten Ärzteschaft auch nicht spurlos am Belegarztverband vorbeigeht.
Die Mitglieder gedachten der verstorbenen Mitglieder Herrn Dr. Paul Waes aus Aachen und Herr Dr. Matthias Dreßel aus Sonneberg.

TOP 2: Bericht des Vorstandes mit Aussprache
In seinem Rechenschaftsbericht erläutert der Bundesvorsitzende Herr Dr. Klaus Schalkhäuser noch einmal die Honorarverteilungsmaßstäbe zu den belegärztlichen Leistungen entsprechend des Kapitels 36 EBM. Demnach wurden mit Ausnahme der KV Sachsen in allen übrigen KVen Punktwerte zwischen 4,00 Cent (KV Bremen) und 5,08 Cent (KV Bayern), im Mittel etwa 4,30 Cent vereinbart.
Dadurch hat sich das zuvor bestehende Nord/Süd-Gefälle deutlich ausgeglichen.
In diesem Zusammenhang geht er auf die Entwicklungen, die zum EBM 2009 mit Wirkung vom 01.01.2009 führten, näher ein und verweist darauf, dass die Zusammenarbeit mit der KBV-Honorarabteilung durchgehend gut und konstruktiv war, was im übrigen später von Dr. Bernhard Rochell in seinem Referat unter TOP 5 bestätigt wurde.

Es ist erfreulicherweise in den Verhandlungen gelungen, dass das Kapitel 36 auch in Zukunft extrabudgetär vergütet wird. Die Punktzahlen des Kapitels 36 erfahren demnach auch eine Anhebung von rund 19 %.
In keinem anderen Bereich wurde eine vergleichbare hohe Punktzahlerhöhung abgeschlossen. In der Diskussion zeigte sich dann die Problematik der Festlegung des Orientierungswertes von 3,50 Cent. Nach Rochell ist aber davon auszugehen, dass es auch KVen geben wird, die einen höheren Orientierungswert für belegärztliche Leistungen einfordern, eine Entscheidung über derartige Honorarvereinbarungen wird allerdings nur durch das Schiedsamt möglich werden. Auf der Basis der Erhöhung der Punktzahlen und eines Orientierungswertes von 3,50 Cent kann dann wohl überwiegend von einem gewichteten Erlös in Höhe von 4,10 Cent/Punkt ausgegangen werden.

Im EBM 2009 wird es weiterhin Regelleistungsvolumina für jeden Arzt geben. Dieses Regelleistungsvolumen ist dann die technische Umsetzung einer Mengensteuerung im Klartext.
Zu weiteren Details wird auf die Powerpoint-Präsentation von Dr. Rochell, KBV, verwiesen.
(Auf unserer web-site: bundesverband-belegaerzte.de unter 'Anlage 1' zum Protokoll der Mitgliederversammlung 2008 herunterzuladen, sobald diese Datei von Dr. Rochell übermittelt wurde).

Am 24.November diesen Jahres findet die Sachverständigenanhörung zum 'Gesetz zum ordnungspolitischen Rahmen der Krankenhaus-Finanzierung ab 2009' (= Krankenhausfinanzierungs-Reformgesetz KHRG) statt. Waren zwar die Überlegungen der Bundesgesundheitsministerin gescheitert, den Krankenkassen ein selektives Vertragsrecht für planbare DRG-Leistungen einzuräumen, so ist nicht auszuschließen, dass die Krankenkassen in einer nächsten Reform (ab 2010 ?) ein Vertragsrecht dann erneut einfordern werden.

In diesem Zusammenhang hat Herr Dr. Rochell einen aktuellen Änderungsantrag zum KHRG der Fraktion CDU/CSU und SPD vorgetragen, der von besonderer Bedeutung für die Belegärzte sein wird, wenn dieser Änderungsantrag Gesetzescharakter erhalten sollte.
Demnach soll Krankenhäusern mit Belegbetten ermöglicht werden, zur Vergütung der belegärztlichen Leistungen mit Belegärzten Honorarverträge abzuschließen und im Gegenzug für die Behandlungen von Belegpatienten die Fallpauschalen und Zusatzentgelte für Hauptabteilungen abzurechnen.
Nach längerer Diskussion über mögliche Auswirkungen einer derartigen Gesetzesvorgabe formuliert der Bundesvorsitzende des Bundesverbandes der Belegärzte, Herr Dr. Schalhäuser, folgenden Antrag:

Die Mitgliederversammlung 2008 des Bundesverbandes der Belegärzte beauftragt den Bundesvorsitzenden Dr. Klaus Schalkhäuser, diesem Änderungsantrag im neuen KHRG in der Sachverständigenanhörung zuzustimmen.

Dieser Antrag wurde von der Mitgliederversammlung 2008 ohne Gegenstimme, bei eigener Enthaltung, angenommen.

Ein zweiter Antrag von Dr. Schalkhäuser wurde ebenfalls zur Abstimmung gestellt:

Die Mitgliederversammlung 2008 des Bundesverbandes der Belegärzte beauftragt das Präsidium des Bundesverbandes der Belegärzte nach Verabschiedung des KHRG zu dieser Gesetzesänderung mit allen für das Belegarztwesen sich befassenden Organisationen, z.B. KBV, Deutsche Krankenhausgesellschaft, Bundesgesundheitsministerium, Bundesärztekammer, etc.
Verhandlungen über die Umsetzung einzuleiten.

Auch dieser Antrag wurde von der Mitgliederversammlung 2008 einstimmig, bei Enthaltung des Präsidiums, angenommen.

In seinem Rechenschaftsbericht ging der Bundesvorsitzende Dr. Klaus Schalkhäuser weiterhin auf die Entwicklung zum Konsiliararztwesen ein und beklagte dabei, dass es Krankenhäuser gäbe, die neben einer Belegabteilung freie Ärzte der gleichen Fachrichtung als Konsiliarärzte verpflichten, um Fälle auf einer Hauptabteilung statt auf der zuständigen Belegabteilung zu versorgen.

Ein in die Richtung Konsiliararztwesen zielender Beschlussantrag von Herrn Dr. Spies aus Frankfurt wurde von diesem nach den o.g. Beschlüssen zurückgezogen.

Der BdB hat sich auch in die Neuorientierung der Krankenhausplanung Nordrhein-Westfalen eingeschaltet und auf die wirtschaftlichen und auf die Bedeutung und Vorteile der wohnortnahen belegärztlichen Krankenhausversorgung hingewiesen.
Aktuell wurde vom zuständigen Fachministerium Nordrhein-Westfalen bestätigt, dass nicht geplant sei, im Rahmen der Neuaufstellung des Krankenhausplanes, den derzeitigen Bestand an Belegarztabteilungen zu reduzieren.

Dr. Schalkhäuser ging auch auf qualitätssichernde Maßnahmen ein. Kontakte mit der KBV zu diesem Thema wurden durchaus positiv gesehen und von dort durchaus Kriterien für einen Qualitätszielkatalog an der Schnittstelle ambulant/stationär empfohlen.
Der BdB-Vorstand hat dies im übrigen den Belegarztsprechern der einzelnen fachärztlichen Berufsverbände mitgeteilt und gebeten kurzfristig mitzuteilen, ob sie an einem konsensfähigen Qualitätszielkatalog mitwirken wollen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein entsprechendes Finanzbudget.

Dr. Schalkhäuser verweist auf den Entwurf der Gebührenordnung für Zahnärzte, für die am 27.11.08 eine Anhörung stattfindet. Das Problem für die GOÄ könnte werden, dass die in der GOZ vorgesehene Öffnungsklausel in die GOÄ übernommen werden könnte.
Die Öffnungsklausel soll es den Privatversicherern ermöglichen in Verträgen mit einzelnen Ärzten oder Gruppen von Ärzten eine Vergütung abweichend von der GOÄ zu vereinbaren. Dies würde zu einem Preiswettbewerb mit Dumpingvergütung zu Lasten der Patienten führen.
Eine derartige Änderung der GOÄ wurde von der Mitgliederversammlung erwartungsgemäß auf das Schärfste zurück gewiesen.

Schalkhäuser stellt daraufhin den Antrag, das Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Mund-, Kiefer- Gesichtschirurgie, auch BdB-Mitglied, Herrn Dr. Köper zu beauftragen, eine entsprechende Resolution des BdB bei der vorgesehenen Anhörung vorzutragen.

Dieser Antrag wurde ebenfalls einstimmig bei einer Enthaltung angenommen.

Des Weiteren ging der Bundesvorsitzende auf den BdB-Gaststatus in der GFB ein und auch auf das Scheitern der Gründung eines Spitzenverbandes der Fachärzte.

Zum Schluss seines Rechenschaftsberichtes bedankt sich der Bundesvorsitzende Herr Dr. Schalkhäuser für die konstruktive Mitarbeit bei seinen Vorstandskollegen Herrn Prof. Miltner und Herrn Dr. Himmer, aber auch insbesondere bei Frau Dandl für die Leitung der Geschäftsstelle.


TOP 3. a): Bericht des Schatzmeisters
Der Schatzmeister, Herr Dr. Himmer, hat das Geschäftsergebnis für das Geschäftsjahr 2007 vorgestellt. Demnach konnte wegen Kosteneinsparungen ein Gewinn von 6284,35 Euro erzielt werden. In einer Prognose für die Zukunft allerdings verwies der Schatzmeister auf die gestiegenen Kosten, so dass man um eine Beitragserhöhung, wie bereits im Einladungsschreiben angekündigt, nicht herumkomme, wenn man die anstehenden Aufgaben umsetzen will.

TOP 3. b): Beschluss zur Beitragsordnung
Der Bundesvorsitzende Dr. Klaus Schalkhäuser legt eine Beitragsordnung vor (siehe Anlage).

Danach wird u.a. eine Beitragserhöhung von derzeit 90,- Euro jährlich auf dann 120,- Euro jährlich vorgeschlagen, d.h. also eine Beitragserhöhung von 2,50 Euro pro Monat.

Nach kurzer, sehr positiver Diskussion wurde von der Mitgliederversammlung 2008 der Beitragserhöhung ab 01.01.2009 auf 120,00 Euro jährlich einstimmig, bei Enthaltung des Vorstandes, zugestimmt.

TOP 4: Entlastung des Vorstandes
Herr Dr. Klippstein beantragt die Entlastung des Vorstandes. Diese wird einstimmig bei eigener Enthaltung gewährt.

TOP 5: Belegärztliche Leistungsvergütung Stand der Honorarreform 2008 (Dr. B. Rochell, KBV)

Bzgl. des Referates von Dr. Rochell,
'Belegärztliche Leistungsvergütung, Stand der Honorarreform 2008'
wird auf unsere web-site: bundesverband-belegaerzte.de verwiesen.
Unter Anlage 1 zum Protokoll der Mitgliederversammlung 2008 ist das Referat herunterzuladen, sobald diese Datei von Dr. Rochell übermittelt wurde.


TOP 6: Verschiedenes
Es wurde vorgeschlagen, die BdB-Mitgliederversammlung 2009 im Zusammenhang mit einem Kongress des Berufsverbandes der HNO-Ärzte in Mannheim durchzuführen. Der Vorstand wird dies prüfen.

Dr. Schalkhäuser schließt die Versammlung und bedankt sich für die konstruktive Diskussion der Mitgliederversammlung 2008.

Ende der Versammlung: ca. 14.30 Uhr

München, 15.11.2008


Dr. med. K. Schalkhäuser Getraud Dandl
1. Vorsitzender d. BdB Schriftführerin


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Aktuelles

Nur für Mitglieder des BdB: Einladung zur Mitgliederversammlung am 15.11.08 in Berlin, nebst Tagesordnung

Dr. med. Klaus Schalkhäuser, Bundesvorsitzender, Erdinger Str. 21, 84405 Dorfen
Tel: 08081-953500, Fax: 08081-957070, Email: bdu@bdurol.de



15. Oktober 2008




Sehr geehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege,

wie in unserem Rundschreiben vom August d. J. bereits angekündigt, findet in diesem Jahr die Mitgliederversammlung, zu der Sie herzlich eingeladen sind, am 15. November erstmals nicht in München, sondern, dem Wunsch vieler Mitglieder folgend, in Berlin statt.

Die Tagesordnung liegt bei.
Bestätigen Sie uns bitte Ihre Teilnahme bis zum 10. November, um die organisatorischen Vorbereitungen zeitgerecht umsetzen zu können.

Zentraler Verhandlungspunkt werden die Beschlüsse des Erweiterten Bewertungsausschusses zur Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung im Jahr 2009 für das Belegarztsystem sein. Insoweit darf man auf das Referat von Herrn Dr. B. Rochell, KBV, gespannt sein (TOP 5).

Unter TOP 3b wird die Mitgliederversammlung aufgefordert werden, einer neuen Beitragsordnung zuzustimmen. Es gibt keine ärztliche Interessensvertretung, die von ihren Mitgliedern einen Jahresbeitrag von lediglich EURO 90,00, wie derzeit der Bundesverband der Belegärzte e.V., einfordert. Die Kostensteigerungen durch Mehrwertsteuererhöhung, durch gestiegene Reisekosten, durch Bürobedarf u. v. m. machen es erforderlich, den Jahresmitgliedsbeitrag ab 1. Januar 2009 auf wenigstens EURO 120,00 also EURO 10,00/Monat, anzuheben. Der Vorstand hat bereits alle Wirtschaftlichkeitsreserven bei seiner Verbandsarbeit ausgeschöpft. Ohne Beitragssatzerhöhung verbleibt keine Liquidität und die belegärztliche Interessensvertretung, die gerade im zurückliegenden Jahr wohl als durchaus erfolgreich bezeichnet werden darf, müsste drastisch reduziert werden und dies dann in für alle Ärzte schwierigen Zeiten.
Insoweit hofft der Vorstand auf Ihr Verständnis und auf eine dementsprechende Beschlussfassung auf der Mitgliederversammlung.

Ich wünsche Ihnen eine gute Anreise nach Berlin, freue mich auf das Wiedersehen und verbleibe

mit freundlichen Grüssen


gez. Dr. Klaus Schalkhäuser
(elektronische Unterschrift)

TAGESORDNUNG

der Ordentlichen Mitgliederversammlung
des Bundesverband der Belegärzte e. V.
am 15. November 2008 in Berlin


ORT: relexa hotel Stuttgarter Hof
Anhalter Str. 8-9
BEGINN: 10:30 Uhr
ENDE: 13:00 Uhr




1. Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit
2. Bericht des Vorstandes mit Aussprache
3.a) Bericht des Schatzmeisters
3.b) Beschluss zur Beitragsordnung
4. Entlastung des Vorstandes
5. Belegärztliche Leistungsvergütung - Stand
der Honorareform 2008 (Dr. B. Rochell, KBV)
6. Verschiedenes


gez.
Dr. Klaus Schalkhäuser






Aktuelles

Mitglieder-Rundschreiben August 2008

BUNDESVERBAND DER BELEGÄRZTE e.V.
Dr. med. Klaus Schalkhäuser, Bundesvorsitzender, Erdinger Str. 21, 84405 Dorfen
Tel: 08081-953500, Fax: 08081-957070, E-Mail: bdu@bdurol.de


August 2008


Sehr geehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege,

das erste Halbjahr 2008 war im Gesundheitswesen gekennzeichnet durch z. T. hektische Bemühungen, die Vorgaben des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes umzusetzen.

Was wurde auf politischer Ebene und in der Selbstverwaltung erreicht ?
Nachfolgend ein informativer Überblick zu einigen wichtigen Punkten:

I. Das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG)
1. Kapitel 36
Mit Wirkung vom 1. April 2007 hatte die Selbstverwaltung den Auftrag des Gesetzgebers umgesetzt und ein eigenständiges Belegarzt-Kapitel im EBM eingeführt. Dadurch wurden für Leistungen einzelner Gebiete die Punktzahlen bis zu 45% erhöht, pauschale Abschläge - wie bis dahin gefordert - abgeschafft, zusätzliche Leistungsvergütungen für konservative Behandlungsfälle gebildet und weitere Maßnahmen mit durchaus positiven Auswirkungen für Belegärzte ausgewiesen. Von existentieller Bedeutung allerdings war die Entscheidung, die belegärztliche Gesamtvergütung um 74 Mio EURO zu erhöhen und eine extrabudgetäre Honorarverteilung zu vereinbaren.
Die Umsetzung in die Honorarverteilungsmaßstäbe mit Festlegung der Punktwerte gestaltete sich erwartungsgemäß schwierig. Erfreulicherweise sind nun in allen KVen die Verhandlungen abgeschlossen. Auf Anlage 1 wird verwiesen.

2. § 116b SGB V
Danach wird ein zugelassenes Krankenhaus zur ambulanten Behandlung hoch spezialisierter Leistungen, seltener Erkrankungen und besonderer Krankheitsverläufe unter bestimmten Voraussetzungen berechtigt. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat nun einen fachspezifischen Katalog dieser Leistungen verabschiedet, der zwar derzeit noch nicht in Kraft gesetzt ist, aber den Krankenhäusern einen breiten Einstieg in die ambulante Versorgungsebene ermöglichen wird. Dies wird sicherlich nicht ohne Auswirkungen auf die rein vertragsärztliche Versorgung bleiben und hier insbesondere bei der Versorgung onkologischer Erkrankungen.

3. EBM
Nach dem Willen des Gesetzgebers soll das von Budgets und von ?veralteten Mitglieder-Kopfpauschalen? geprägte Vergütungssystem durch ein neues Vergütungssystem abgelöst werden. Dieses neue Vergütungssystem soll folgende wesentliche Kennzeichen haben:

a. Ablösung der bisherigen Budgetierung

b. Schaffung einer Gebührenordnung mit festen
Preisen und Mengensteuerung

c. Übertragung des Morbiditätsrisikos auf die
Krankenkassen

d. Verteilungsgerechtigkeit zwischen den Ärzten

e. Gleichbehandlung der gesetzlichen
Krankenkassen bei der Finanzierung der
ärztlichen Vergütung

f. Honorarzuschläge für besondere Qualität

g. Abbau von Über- und Unterversorgung durch
finanzielle Anreize

Dadurch soll das kollektivvertragliche Vergütungssystem vereinfacht und entbürokratisiert werden. Insoweit war der EBM 2008 bestenfalls ein Schritt in diese Richtung.
Um als wesentliches Element des neuen Vergütungssystems eine Gebührenordnung mit festen Preisen in EURO zu schaffen, muss zunächst, jeweils zum 31. August eines Jahres, der Bewertungsausschuss bundeseinheitliche, fachgruppenspezifische Orientierungspunktwerte bestimmen, die dann als Grundlage für die regional zu vereinbarenden Punktwerte des Folgejahres dienen. Vorgesehen ist, dass zu diesen bundeseinheitlichen Orientierungswerten auf der regionalen Ebene Zuschläge oder Abschläge vereinbart werden können.
Es ist davon auszugehen, dass sich dadurch die Leistungsbeschreibungen und ihre Bewertungen nachhaltig verändern werden. Mögliche Änderungen auch des Kapitels 36 liegen z. Zt. ebenfalls noch im Dunkeln. Die KBV hat sich abgeschottet und es bleibt abzuwarten, ob ein zeitgerechter Konsens zum EBM 2009 mit den Krankenkassen im Bewertungsausschuss hergestellt werden kann.

4. Der 1. Januar 2009
An diesem Stichtag stehen so fundamentale Änderungen im Gesundheitswesen an, wie selten zuvor:

a. Gesundheitsfonds

b. Morbiditäts-Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA)

c. EBM 2009

Der Spitzenverband BUND DER KRANKENKASSEN hat offiziell zum 1. Juli d. J. seine Tätigkeit aufgenommen. Von hier werden dann über den Gesundheitsfonds, der bundesweiten Geldsammelstelle für die Krankenkassenbeiträge, die Zuweisungen für jeden Versicherten erfolgen. Diese werden mit risiko-adjustierten Zuschlägen anhand einer festgelegten Liste für 80 besonders teuere Krankheitsgruppen versehen. Ausgeglichen werden bei diesem Morbi-RSA allerdings nicht die realen Behandlungskosten, sondern vielmehr die Morbidität des Versichertenkollektivs, woraus sich somit der gesamte Finanzbedarf einer Krankenkasse ableitet. Da ab nächstem Jahr ein vom Gesundheitsministerium festgelegter bundeseinheitlicher Beitragssatz gelten wird, wird eine Krankenkasse mit vielen Versicherten und hoher Morbidität zu wenig Geld dann aus dem Gesundheitsfonds erhalten, wenn die zu Grunde gelegte Klassifikation nicht zielgenau ist.
Es herrscht also auch bei den Krankenkassen völlige Planungsunsicherheit, was im Übrigen zur Kündigung nahezu aller Sonderverträge zum Jahresende führen wird. Mit Sicherheit werden auch Auswirkungen auf die Entwicklung des EBM 2009 und hier insbesondere auf seine Leistungsbewertungen die Folge sein. Erschwerend für eine Entscheidungsfindung der Krankenkassen dürften nämlich auch die Vorgaben für die vorgesehenen Zuschläge bei Unterversorgung und eingeführtem Qualitätsmanagement in den Praxen sein, wie auch die Tatsache, dass die Bundesgesundheitsministerin zusätzlich eine Erhöhung der Gesamtvergütung von 2,5 Mia EURO für die vertragsärztliche Versorgung vorgesehen hat. Woher allerdings gerade diese so notwendigen Finanzmittel kommen sollen, ist derzeit ebenso unklar.

II. Das Krankenhausfinanzierungsgesetz
Die Gesundheitsministerkonferenz der Länder hat die ?Eckpunkte für den ordnungspolitischen Rahmen der Krankenhausfinanzierung ab dem Jahr 2009 diskutiert. Ziel für die Weiterentwicklung der Krankenhausfinanzierung ab dem Jahr 2009 ist die wirtschaftliche Sicherung der Krankenhäuser sowohl bei der Investitionsfinanzierung, als auch bei der Patientenversorgung. Dabei soll auch eine stärkere wettbewerbliche Ausrichtung der Krankenhausversorgung erreicht werden. Die Absichten des BMG wurden durchaus kontrovers mit den Ländern diskutiert. Auf ein nachhaltiges Konzept konnte man sich derzeit nicht verständigen. Streitpunkte sind insbesondere die angedachte Einführung einer monistischen Krankenhausfinanzierung, also Investitions- und Betriebskosten aus einer Hand, und die Ausgliederung von geeigneten, planbaren Krankenhausleistungen mit wettbewerblicher Preisfindung im Rahmen von Einzelverträgen über Ausschreibungen. Derartige Festlegungen würden zu einer Aushöhlung der Planungshoheit der Länder führen. Eine Ablehnung dieser Vorstellungen war deshalb die logische Folge.
Es bleibt also abzuwarten, wie der Referentenentwurf zu diesem Gesetz aussehen wird, der in Kürze zu erwarten ist.

III. Das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz (VÄndG)
Ab 1. Januar 2007 wurde die vertragsärztliche Tätigkeit durch das VÄndG erheblich liberalisiert. Tätigkeitsformen und Praxiskonstellationen sind nunmehr möglich, die bis dahin völlig undenkbar waren:

a. Die vertragsärztliche Tätigkeit kann
in ?Filialen? an bis zu zwei weiteren Orten
ausgeübt werden

b. Neben der Vollzulassung ist eine
Teilzulassung mit hälftigen
Versorgungsauftrag (50%) eingeführt

c. Die Anstellung von Ärzten, auch in Teilzeit,
wurde ermöglicht

d. Neue Kooperationsformen, wie Teilnahme an
mehreren, auch überörtlichen
Berufsausübungsgemeinschaften, zusätzlich
kombinierbar mit einem MVZ, sind zulässig


Eine Umstellung der Arztnummernsystematik mit Einführung von Betriebsstättennummern zum 1. Juli d. J. wurde mit der VÄndG-Umsetzung begründet.
Sie sind durch Ihre KV darüber informiert worden.
Zweifellos erfordert diese Maßnahme einen weiteren Bürokratieaufwand. So ist uns beispielsweise bekannt, dass eine überdurchschnittlich große Berufsausübungsgemeinschaft allein 25 (!) Betriebsstättennummern erhalten hat. Durch diese Maßnahmen ist nun (endlich aus Sicht des Verordnungsgebers) der ?Gläserne Arzt? geschaffen worden. Liegen erst genügend Daten vor, lassen sich Zeitraster, Arbeitszeiten, aber auch Leistungsmengen ableiten. Gerade über solche Leistungsmengen könnten sich Wettbewerbsnachteile in der stationären Krankenhausversorgung für Belegabteilungen ergeben, zusätzlich verstärkt durch als Kompetenzzentren für definierte Krankheiten zertifizierte hauptamtliche Krankenhausabteilungen. Insofern empfiehlt es sich für solche lokalen Gegebenheiten, dass sich mehrere Belegabteilungen einer Fachrichtung unter Ausnutzung des VÄandG vernetzen und zu ?regionalen belegärztlichen Kompetenzzentren? zusammenschließen, um geforderte Mindestmengen nachzuweisen.

IV. Ausblicke für das Belegarztsystem
1. Das GKV-WSG, das VÄndG und das zu erwartende Krankenhausfinanzierungsgesetz zwingen Belegärzte und ihre Krankenhausträger, gemeinsam sich innovativ dem Wettbewerb auf dem Gesundheitsmarkt zu stellen. Auch wenn der Umfang des sich sicherlich schnell entwickelnden Vertragswettbewerbes aus den genannten politischen Gründen zwar noch relativ offen ist, wird ein selektives Kontrahieren der Krankenkassen für elektive Teile des Krankenhausversorgungsbereiches sehr bald Realität werden. Es wird dabei die spannende Frage sein, ob beispielsweise eine Hüft-TEP oder eine radikale Prostatektomie für derartige Einkaufsmodelle allgemein formuliert ausgeschrieben werden oder aber man differenzieren wird nach belegärztlicher bzw. hauptamtlicher Versorgung. Daraus wäre die Frage abzuleiten, nach welchen Kriterien die unterschiedlichen Preisangebote dann verglichen werden. Antworten auf diese Fragen würden Konsequenzen nicht nur für die Wettbewerbsposition beider stationärer Versorgungsbereiche haben, sondern auch für die Überlebenschancen von einzelnen Belegabteilungen von entscheidender Bedeutung sein.

2. Aus Sicht der KBV wird die derzeitige Definition der Versorgungssektoren und Versorgungsebenen unter den veränderten Rahmenbedingungen als starr und deshalb für den Wettbewerb als nicht geeignet angesehen. Eine Neustrukturierung bedürfe deshalb einen ?geordneten Wettbewerb?, weshalb ein neues Versorgungsebenenkonzept als wettbewerbs- und demografiefest durch die KBV zur Diskussion gestellt wurde.
Die Grundprinzipien dieser Neustrukturierung sind:

a. Je mehr die Versorgung des Versicherten
Wohnortnähe und Flächendeckung erfordert,
desto stärker müssen kollektivvertragliche
Strukturen vorhanden sein.

b. Je krankenhausnäher und spezialisierter die
Versorgung der Versicherten mit medizinischen
Leistungen ist, desto mehr Wettbewerb wird
notwendig (Red.: Trifft dies etwa auf die
belegärztliche Versorgung zu?).

c. Es bleibt beim Erhalt der freien Arztwahl
innerhalb einer Versorgungsebene, jedoch wird
der Zugang zur nächsten Versorgungsebene
gesteuert.

Zur Umsetzung dieser KBV-Überlegungen wird ein Modell mit fünf Versorgungsebenen vorgeschlagen. Die zentrale Versorgung würde schwerpunktmäßig durch die Träger einer Grundversorgungsebene mit Hausärzten nach § 73c SGB V, Augenärzten, Frauenärzten sowie FÄ für Nervenheilkunde sichergestellt werden. Daneben soll es eine wohnortnahe fachärztliche und eine spezialisierte fachärztliche, krankenhausnahe Versorgungsebene, sowie eine stationäre Grund- und Regelversorgung und eine stationäre spezialisierte Versorgung geben.
Eine derartige Neustrukturierung erfordert erhebliche gesetzliche Änderungen und organisatorische Voraussetzungen, weshalb auf diese Vorstellungen der KBV zu einer wettbewerbsorientierten Neustrukturierung der Versorgungsebenen jetzt noch nicht vertiefend einzugehen ist.
Bündelt man jedoch die gesetzlichen Vorgaben und die sich daraus abzuleitenden Herausforderungen, aber auch neuen Möglichkeiten, so wird deutlich, dass gerade Belegärzte/-ärztinnen durch ihre unterschiedlichen Aufgabenbereiche, einerseits in der rein kurativ-ambulanten und andererseits in der kurativ-stationären Versorgungsebene tätig, durch diese Herausforderungen und den Konkurrenzwettbewerb ganz besonders gefordert sind.
Richten Sie Ihre Tätigkeit rechtzeitig unter Nutzung der eingeräumten Chancen auf den sich dramatisch ändernden Gesundheitsmarkt aus. Der Bundesverband der Belegärzte e. V. wird Sie dabei im Rahmen seiner Möglichkeiten beraten und Hilfestellung geben.
Was heute noch nicht entschieden, wird wohl gegen Ende dieses Jahres erhellt sein.

Deshalb laden wir bereits jetzt herzlich zur Jahreshauptversammlung am

15. November
im relexa hotel Stuttgarter Hof,
Anhalter Strasse 8 - 10 in Berlin,
Beginn: 10:30 Uhr,
ein.
Die Tagesordnung mit Beschlussanträgen wird Ihnen zeitnah zugehen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine erholsame Urlaubszeit. Kommen Sie gestärkt zurück in den Praxisalltag!

Mit freundlichen Grüssen
Für den Vorstand



Dr. Klaus Schalkhäuser
Bundesvorsitzender


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Aktuelles

GOÄ - BdB

Prof. Dr. med. F. O. Miltner, stellvertretender Vorsitzender
Koblenz,31.01.08




Anmerkungen zur GOÄ des Belegarztes

Für alle Belegärzte längst ein offenes Geheimnis,
die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ist trotz verschiedener Erneuerungen in ihrer wesentlichen Struktur seit 1982 unverändert und ist damit hoffnungslos veraltet.

Die politischen Ursachen dafür sollen hier nicht weiter erörtert werden.
Wesentlich ist aber die Feststellung, dass sich für uns Belegärzte seither alle Lebensumstände in diesem langjährigen Zeitrahmen geändert haben, sodass ich mit meiner Auffassung, dass die GOÄ 82 heute nicht mehr zeitgemäß sein kann, nicht allein dastehe. Diese Beurteilung gilt, so glaube ich, für alle Abschnitte der Gebührenordnung für Ärzte. Daher folgen nun einige, bekannte und für uns alle relevante Positionen der GOÄ in Abfolge zu Ihrer aktuellen und kritischen Kenntnisnahme.

Paragraph 56, belegärztliche Behandlung.
Absatz 1
Soweit bei belegärztlicher Behandlung durch den Pflegesatz die belegärztliche Behandlung nicht abgegolten ist, kann der Belegarzt seine ärztlichen Leistungen nach diesem Vertrag unter entsprechender Anwendung der Minderungspflicht des Paragraphen 6 a der Gebührenordnung für Ärzte abrechnen.

Der Paragraph 2
stellt fest: der Handlungsspielraum für eine abweichende Vereinbarung, in der Regelvereinbarung eines Steigerungsfaktors über den Höchstsätzen 3,5 beziehungsweise 2,5 fach ist schrittweise immer weiter eingeengt worden. Bereits durch die letzte Reform der GOÄ Reform im Jahre 1982 ist die mögliche Abdingung der GOÄ, bis dahin pauschal oder die Abrechnung auf der Basis anderer Gebührenordnungen möglich, nunmehr ist der Arzt an das Leistungsverzeichnis der GOÄ gebunden und kann nur noch einen höheren Steigerungsfaktor von die für die von ihm erbrachten Leistungen mit seinen Patienten vereinbaren.

Paragraph 5
das Leistungsverzeichnis der Gebührenordnung für Ärzte enthält für jede Leistung:

die Punktzahl als das wertmäßige Verhältnis der abrechnungsfähigen Leistungen zueinander

den auf den Punktwert, von derzeit 5,8287 0,03 Euro ermittelten, einfachen Gebührensatz

die Gebührenbemessung innerhalb des vorgegebenen Rahmens erfolgt auf der Grundlage von den Gebührenbemessungsskriterien, die in Paragraph 5 Absatz 2 Satz 1 für jede Einzelleistung gesondert zugrunde zulegen sind.

Bemessungskriterien sind: Schwierigkeit, Zeitaufwand, Umstände bei der Ausführung; zugleich kann die Schwierigkeit des Krankheitsfalles insgesamt die Gebührenbemessung bedingen. Sind die oben aufgeführten Bemessungskriterien bereits in der Leistungsbeschreibung berücksichtigt, so können sie nicht gleichzeitig als Grundlage für die Anwendung eines erhöhten Steigerungsfaktors dienen.

In Paragraph 5 Absatz 2 sind die so genannten Begründungschwellen (Schwellenwerte) geregelt. Der Arzt ist verpflichtet, bei Überschreiten der jeweiligen Begründungsschwelle darzulegen, warum Besonderheiten des Behandlungsfalls die Höhe seines Honorars beziehungsweise das Überschreiten der Begründungschwellen rechtfertigen.

In Paragraph 5 Absatz 5 wird festgelegt:
nur bei persönlicher Leistungserbringung durch den leitenden Krankenhausarzt beziehungsweise seinen ständigen, persönlichen Vertreter kann die jeweilige Begründungschwelle dann überschritten werden, wenn zugleich die Bemessungskriterien minus Schwierigkeit, Zeitaufwand und Umstände bei der Ausführung dies erlauben. Die Liquidationsmöglichkeiten für die ärztlichen Leistungen des Chefarztes wurden differenziert geregelt, abweichende Honorarvereinbarungen nach Paragraph 2 sind nur bei höchstpersönlicher Leistungserbringung möglich,
eine Ausschöpfung des Gebührenrahmens bis zu den jeweiligen Höchstsätzen, unter Berücksichtigung der Bemessungskriterien für eine Überschreitung der Begründungs- schwellen, ist nur möglich, wenn der Chefarzt selbst oder sein, vor Abschluss des Wahlarztvertrages dem Patienten genannten, ständiger ärztlicher Vertreter die Leistung erbringt
Bei der Delegation von Leistungen an den ärztlichen Dienst beziehungsweise das Pflegeassistenzpersonal bei der Rechnungsstellungsstellung nur bis zur jeweiligen Begründungschwelle möglich.


Zurück zum Paragraphen 2
die Anforderungen an eine abweichende Honorarvereinbarung, insbesondere soweit sie formularmäßig erfolgt, ist seit 1991 verschärft worden. Ausgehend von einer individuellen Absprache des Arztes mit dem Patienten als seinem Vertragspartner muss der Arzt sicherstellen, dass der Umfang der Abweichung für den Zahlungspflichtigen inhaltlich eindeutig und nachvollziehbar ist. Die abweichende Vereinbarung muss zwischen Arzt und Zahlungspflichtigen vor Erbringung der Leistung schriftlich getroffen werden. Die Abweichungen müssen dadurch deutlich erkennbar werden, dass in dem Schriftstück über die Vereinbarung diejenigen Leistungen einzeln mit Gebührennummer und Bezeichnung aufgeführt werden, für die eine höhere Steigerung der Faktoren gelten sollen, die jeweilige Steigerungsfaktoren selbst und der sich daraus ergebende Betrag sind anzugeben.
Daneben darf in dieser Vereinbarung nur noch der Hinweis enthalten sein dass eine Erstattung der Vergütung durch Erstattungstellen möglicherweise nicht in vollem Umfang gewährleistet ist. Das Schriftstück darf außerdem keine weiteren Erklärungen enthalten
Es gilt im Weiteren ein Abdingungsverbot für alle Leistungen nach den Gebührenordnungsabschnitten A, E, I und O.

So weit, so übersichtlich!
Nun, wären wir nicht in Deutschland, wo alles wunderbar geregelt ist, sondern zum Beispiel in 'Turkonesien', dann wären die Verhältnisse viel komplizierter.
Dann müsste man beispielsweise mit dem Patienten verhandeln, welche besonders schwierige oder besonders risikoreiche, eventuell auch besonders innovative, einzelne Leistungen der Diagnostik oder der Therapie, auch der operativen Therapie natürlich einen wesentlich höheren Steigerungsfaktor erfordern.
Dagegen ist in Deutschland natürlich der Paragraph 135 BGB gewachsen, der sittenwidrige Missbräuche richtigerweise verhindert. Dazu zählen neben anderen zum Beispiel die Sklavenhaltung, auch zum Beispiel weiblicher Sexualsklavinnen, und auch die Wucherei.
Leider bleibt in den aktuellen Fällen oft die Frage offen, ob und wann also genauer gesagt ab welcher Höhe des Steigerungsfaktors bei ärztlicher Behandlung der Tatbestand einer Wucherei vorliegen könnte.
An dieser Stelle waren für viele Jahrzehnte eiszeitliche Verhältnisse. Das soll bedeuten, dass ein möglicher Steigerungsfaktor etwa beim Wert 6 gleichsam fest eingefroren lag.
Erst die ästhetischplastischen Chirurgen brachten hier etwas Tauwetter und platzierten in einigen Fällen den Steigerungsfaktor deutlich höher etwa bis zum 22fachen.
Das musste Auswirkungen haben. Einige orthopädische Chirurgen wählten daher für Einzelleistungen auch den 9 bis 12 fachen Steigerungsfaktor für ihre hochspezialisierten Leistungen.
Man kann nicht behaupten, dass sich diese neue Frontlinie bereits durchgefochten hätte.
Es gibt aber immerhin bereits die Feststellung des Landgerichts Düsseldorf infolge einer Entscheidung aus dem Jahre 2006, dass privatärztliche Leistungen nicht pauschal bereits ausschließlich wegen der Höhe der Steigerungsfaktors als wucherisch angesehen werden müssen. Es komme vielmehr auf die tatsächliche Werthaltigkeit der jeweiligen Behandlung im Gesundheitsmarkt an.
Als Bezugsebene und Vergleichsebene wurde zunächst nur die Marktsituation in Deutschland aufgegriffen.
Möglicherweise ist diese Ebene zu eng, weil für sehr spezialisierte Gesundheitsleistungen eher der europäische Rahmen gelten muss. Immerhin suchen Patienten heute nicht ausnahmsweise sondern eben in der Regel überregional Hilfe und verständlicherweise international, also im europäischen Rahmen, Lösungen für ihre gesundheitlichen Probleme.
Da im privatärztlichen Bereich eben nicht die vertragsärztliche Kunst des Minimalismus gefordert ist, sondern Leistungen realisiert werden können, die über das Maß des ausreichenden und notwendigen hinausgehen, also schlicht gesagt befriedigend oder auch gut oder besser sein können, muss diese erhebliche Qualitätssteigerung auch finanziert werden. Es kann und darf nicht sein, dass hochqualifizierte, privatärztliche Leistungen mit den hier inadäquaten Maßstäben des Vertragsarztsystems falsch beurteilt werden.
Selbstverständlicherweise wird es immer wieder vorkommen, dass manche Patienten es vorziehen, qualitativ hochwertige, medizinische Expertise in Anspruch zu nehmen, später nach der Genesung allerdings feststellen, dass man am dafür zu entrichtenden Preise juristisch noch etwas 'drehen' sollte .
Leider kann man dann von unserer Seite aber nicht eine Positivversion des Paragraph 135 BGB zum Beispiel wegen überzogener 'Knickrigkeit' des Patienten zur Geltung bringen.

Sehr verehrte Kollegen, ich hoffe sehr, dass mein Appell an Sie alle, die Möglichkeiten der derzeit noch gültigen GOÄ vollinhaltlich auszuschöpfen, nicht ungehört verhallt!

Koblenz , 31.01.2008
F.O. Miltner





Aktuelles

QM für Belegärzte - KTQ Selbstbeurteilung (Beitrag von Hr. Prof. Miltner)

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, verehrte Damen, meine Herrn,

entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, müssen Vertragsärzte die Anforderungen eines
praxiseigenen Qualitätsmanagement entwickeln und die Nachweise entsprechend vorhalten.
Dazu gibt es einen Stufenplan, dessen erste Phase bis zum Ende des Jahres 2007 mit einer schriftlichen Selbstbewertung abgeschlossen sein muss.
Danach beginnt die Umsetzungsphase, die sich über einen Zeitraum von 2 Jahren erstreckt.
Wohlgemerkt, es handelt sich hier zunächst ausschließlich um die ambulante, vertragsärztliche Versorgung, an der ja bekanntlich alle Belegärzte teilnehmen.
Ich halte es daher für wichtig, unsere BdB-Mitglieder auf diese zeitlichen Limitierungen der vertragsärztlichen QMstrategie hinzuweisen.

Für alle Spätkommer oder Nachzügler gibt es eine schnelle Lösung!
Der Hartmannbund hat zusammen mit KTQ eine EDVtechnische Praxisselbstbeurteilung etabliert, die online erledigt werden kann und insgesamt nicht mehr als etwa eine Stunde Arbeitszeit in Anspruch nimmt. Der BdB ist, wie Sie wissen, kooperatives Mitglied des Hartmannbundes.

Das Formular ist selbsterklärend und kann ohne weitere Erläuterung ausgefüllt werden.
Leider kostet die Teilnahme 99 Euro.
Vorteilhaft ist es jedenfalls deshalb, weil dann eine externe Bewertung ihrer Selbstbeurteilung vorliegt.




BDB Prof. Dr. Miltner, Neugasse 36, 56072 Koblenz Koblenz, 07.12.2007




Aktuelles

QEP-stationär - Beitrag Prof. Dr. Miltner

Zur Entwicklung der Programmat.Facharztmedizin im Belegarztsystem:

aus Anfragen und Anregungen von verschiedenen Seiten ist mir seit einiger Zeit sehr deutlich geworden, dass zwischen den fachmedizin. Leitlinien der AWMF,
den klinikindividuellen Behandlungspfaden der alltäglichen Patientenversorgung und der
DRG-Welt breite Lücken klaffen, weil die zugehörige Vernetzung fehlt.
Nachdem Herr Dr. Peters über das Symposium der DGMR in Berlin berichtet hatte, ist offenkundig, dass die fachmedizin. Leitlinien abgestimmte clinical pathways benötigen, damit die LL im klinischen Alltag wirken können, weil sich die Kollegen nach den LL richten wollen und auch sollen. Andererseits darf keinesfalls von unseren belegärztlichen Kollegen verlangt werden, dass in der Folge der Einführung der DRG-Abrechnung etwa die Standards der Pflege oder der Verwaltung das ärztliche Verhalten massgeblich beeinflussen. Es ist auch nicht zu akzeptieren, dass hier unverbundene Parallelentwicklungen stattfinden, da folglich der Belegarzt seine medizin. Gesamtverantwortung nicht mehr wahrnehmen kann und so auch seine fachmedizin. Garantenstellung (Belegarztvertrag) verliert.
Für den BDB erkenne ich hier eine Katalysatorfunktion!
Dessen Binnenwirkung führt zu einer aktiven Beteiligung unserer Mitglieder innerhalb der eigenen Klinikstruktur bei der Erstellung LLgerechter Ablaufprogramme, sodass Verfahrensanweisungen enstehen, die der einzelne Belegarzt verantworten kann.
Die Aussenwirkung besteht möglicherweise in der besseren Darlegbarkeit belegärztlicher Verfahrensweisen (Transparenz) und in der vielleicht erwartbaren häufigeren Übereinstimmung von pauschalis. Abrechnungsmodalität und standardisierten diagnost.
therapeut. Ablaufprogrammen (Transparenz).

Wo bleibt der Nachweis der besseren Ergebnisqualität der Programmat. Medizin gegenüber der konvention. Individualmedizin?

Immerhin bleibt der kreative Prozess der Diagnosefindung und Verifikation unbe-
einflusst, auch wenn man einräumen muss, dass die Standardisierung ein Vorgang ist, der als Resultat einen Dokumentationszustand größerer Regelhaftigkeit ergibt.
Begriffliche Vergleiche helfen vielleicht weiter: so kann man bildhaft den Feynmanschen Path.Begriff aus der Quantenphysik adaptieren. Dieser beschreibt den Ort und den Weg einer Korpuskel, die bei gleichzeitiger Definition als Wellenvorgang nicht zu lokalisieren wäre.
Die bildhafte Übertragung in den Makrobereich würde es erlauben, im Sinne eines
clinical paths Zeit und Aufenthaltsort eines Patienten mit gegebenen Morbiditätseigenschaften diagnosebezogen) auf dem Weg zur Genesung zu beschreiben (Realität) und daraus idealtypisierte Ablaufprogramme zu entwickeln (Planung: virtuelle Realität).
Die Idealtypisierung gilt in gleicher Weise als Grundvorraussetzung für die Leitlinien der AWMF und die clinical path Ablaufprogramme, die im
belegärztlichen Alltag daher wichtige Orientierungshilfen strukturell vorgeben,
die konkrete Entscheidung im Einzelfall dagegen nicht behindern sollen. Hier bleibt zudem die juristische Normierung auf das ideale Optimum erhalten.
Man kann also zukünftig von einer programmatisch assistierten Individualmedizin sprechen.

F.O.MILTNER




Aktuelles

Thema: QEP für Belegärzte

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kollegen


es ist mir eine große Freude und außerordentliche Genugtuung, Sie alle davon in Kenntnis zu setzen, dass endlich ein Durchbruch bei der Strukturierung stationärer, belegärztlicher, qualitätsichernder
Maßnahmen zu erkennen ist.
Es trifft zu, dass der Bundesverband der Belegärzte zum großen Themenbereich qualitätsichernder Maßnahmen eine sagen wir, semikonservative Haltung eingenommen hat.
Der Grund dafür liegt offenkundig darin, dass es nicht primär unsere Aufgabe ist, über den Bereich der fachärztlichen Einzeldisziplinen hinaus, qualitätsichernde Festlegungen zu treffen. Dennoch kann unser Bundesverband Hilfestellungen leisten und Empfehlungen ausarbeiten, die es unseren Mitgliedverbänden erleichtert, eigene, autonome Aufgaben bald möglichst zu bewerkstelligen.
Zum Einstieg verweise ich auf meine früheren Mitteilungen zu diesem Thema. Ich hatte bereits darauf aufmerksam gemacht, dass die belegärztliche Versorgung auch mit Blick auf ihre vertragsärztliche Honorierung gemäß Kapitel 36 EBM 2008 notwendigerweise auf einer umfassenden fachgebiet-übergreifenden Qualitätssicherung gründen muss.
Es wird daher unser gemeinsames Ziel sein, bundesweit die bisher sehr gute belegärztlich/stationäre Behandlungsqualität zu sichern. Dazu kann es nur fachspezifische, leitlinienorientierte, diagnostische und therapeutische Strukturen geben, die schließlich für jede belegärztliche Einheit in einem handbuchartigen Dokument zusammengefasst werden, sodass schätzungsweise 80% aller Behandlungsfälle strukturiert erfasst werden können.
Modellhaft sind diese Strukturen mittlerweile entwickelt worden. Sie wurden am 9.11.2007 im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht. Die Veröffentlichung trägt den Titel: Clinical Pathway, radikale Prostatektomie
keine Kochbuchmedizin und entstammt der Klinik für Urologie des Universitätsklinikums Münster.
Es geht nicht um eine weitere Ökonomisierung des belegärztlichen Abteilungsbetriebs. Belegärzte sind schliesslich Ärzte und niemals Richter noch Henker und auch keine Kaufleute; unsere Patienten sind auch keine Kunden!
Der politische Missbrauch der Fachärzte in Deutschland und besonders auch der Belegärzte stößt auf unsere überzeugte Missbilligung.
Dennoch gilt die Feststellung, dass vor dem Hintergrund weiterer ökonomischer Herausforderungen nur wir selbst in der Lage sind, geeignete Strategien und Strukturen zu entwickeln, um Behandlungsabläufe effektiv zu gestalten. Die belegärztliche Entwicklung klinischer Behandlungpfade kann dazu ein wichtiger Schritt sein.
Zur Vorgehensweise:
Zur Pfaderstellung wird von einer IstAnalyse ausgegangen. Die chronologische Beschreibung eines Behandlungsprozesses führt schließlich zum Dokument eines Flussdiagramms. Damit wird auch der Zusammenhang der stationären Behandlungsphase mit der prä, der post und der ambulanten Versorgungsphase sichtbar. Dies ist für den Belegarzt einfacher, weil hier, und das ist der traditionelle Vorteil des Belegarztsystems, weil hier alles in einer Hand liegt!
Istzustand wird schließlich von der Aufnahme bis zur stationären Entlassung hinsichtlich eines möglichen Optimierungspotenzials überprüft: wesentliche Einzelfaktoren sind Ablauforganisation, Patienten Orientierung, Leitlinienorientierung und Behandlungsstandards der evidenzbasierten Medizin,
Ressourcenverbrauch.

Daraus entwickelt sich schließlich eine besondere, indikationspezifische Sollkonzeption!
Es ist den Kollegen in Münster beispielsweise aufgefallen, dass die bisherige Patientendokumentation mit der Ausnahme der Anästhesie und Operationsprotokolle sowie des standardisierten Aufklärungsbogen durch ein eigenes und einziges Pfaddokument ersetzbar sind. Es scheint so zu sein, dass die Behandlungsabschnitte, die noch nicht optimal strukturiert waren wie z. B. die Entlassungsplanung oder die standardisierte Verwendung von Entscheidungskriterien für einen eventuell notwendige Zusatzdiagnostik in das Pfaddokument zu integrieren sind. Die Dokumentation des Behandlungspfads bildet den gesamten, klinischen Behandlungspfad ab und ersetzt die bisherige Dokumentation vollständig. Abweichungen im Einzelfall werden auf einem Abweichungsdokument erfasst, die Dokumentation selbst durch die standardisierten Vorgaben wird in Form von Textbausteinen erheblich vereinfacht. Die Einführung der Pfadstrukturen erfolgt im Rahmen einer Testphase.
Die bisherige Erfahrung in Münster bestätigt die Vermutung, dass auch vermeintlich bereits hoch standardisierte Behandlungsabläufe noch ein weiteres Standardisierungspotenzial besitzen. Es besteht zu dem ein erkennbarer Bedarf, bereits langjährig etablierte Behandlungsabläufe zu überprüfen und durch interdisziplinäre Absprachen weiter zu verbessern. Die Ergebnisanalysen zeigen zudem, dass die verschiedenen Berufsgruppen durch den Pfad erzielten zusätzlichen Nutzen unterschiedlich bewerten. So gaben beispielsweise Pflegekräfte an, vom höheren Standardisierungsgrad und der damit verbundenen Arbeit unter Dokumentationserleichterung zu profitieren. Ärztinnen und Ärzte bemängelten, dass das als zu eng empfundener Raster der Dokumentation unter starren Vorgaben für Diagnostik und Therapie individuelle Therapieentscheidungen erschweren. Derartige Vorbehalte müssen ernst genommen werden, sie bestehen nicht von vornherein zu Unrecht, ein Behandlungspfad ist nämlich ein Konsens über eine Behandlung im Einzelfall. Die getroffene richtige Eintscheidung für einen Behandlungspfad ist kein von außen aufgezwungener Behandlungsweg. Ärzte können jederzeit von Behandlungspfad abweichen, wenn sie vernünftig begründet werden kann.
Daher sind Behandlungpfade keine Kochbuchmedizin.
Die Aspekte der Qualität der Behandlungsentwicklung und der Risikovermeidung sind bei der Umsetzung von Behandlungspfaden wichtig. Es kann nicht das primäre Ziel sein, irgendwelche Kosten zu reduzieren oder Verweildauern zu vermindern. Es ist daher auch nicht sinnvoll, bereits jetzt über irgendwelche, ökonomischen oder qualitativen Vorteile für ein Belegkrankenhaus nachzudenken.
Dennoch gibt es folgende Erwartungen: es könnte sein, dass sich die Verweidauern um circa 15% reduzieren lassen, es könnte auch sein ,dass die Behandlungskosten zwischen 20 und 30% absinken können, dies gilt zumindest für die Behandlung urologischer Erkrankungen. Derartige Erwartungen werden nicht überall eintreffen, dennoch ist es Ermutigung genug, mit einem solchen, fachspezifischen Projekt zu beginnen.

Koblenz, 13.11.07 F:O:Miltner




Aktuelles

Schreiben zum Thema QEP für Belegärzte

Lieber , sehr geehrter Herr Peters ,



Ihre telefonische Frage vom 4.4. welche Formen der KTQ es im kassenärztlichen Versorgungsbereich gäbe, habe ich teils mit den Ihnen vorliegenden Kopien der
QEP Unterlagen KBV-Berlin beantwortet. Der andere noch ausstehende Anteil, gemeint ist natürlich der Teil mit der eigenen Arbeitsbeteiligung, ist zumindest für den BdB noch wenig konkret.
Immerhin hatte ich mir im Februar 05 hierzu einige Gedanken gemacht, komme aber nicht umhin festzustellen, dass die meisten, logischerweise folgenden Aufgaben nur skizzenhaft entworfen sind. Inhaltliche Gründe dafür liegen zumeist in gewissen Skrupeln, mit denen Ärzte allgemein, den Entwicklungen von Handlungsprogrammen begegnen fühlen sich viele doch in der Entscheidungsfreiheit medizinischer Kunst und Wissenschaft eingeschränkt .

Dennoch gilt :
Medizinisches Fachwissen stützt sich auf die ständig aktualisierten, fachlichen Leitlinien der AWMF, Düsseldorf, deren wissenschaftliche Fachgesellschaften haben Arbeitsgrp. gebildet, die spezielle Themen, idealtypisiert anhand der klinischen Erfahrung, der wissenschaftlichen Fachliteratur und der wissenschaftlichen Reviewanalysen, z.B der Cochrane library bearbeiten und als Leitlinienentwürfe vorstellen.

Die Frage, ob ein einzelner Belegarzt z.B.hiervon Notiz nimmt, bei der ärztlichen Alltagsarbeit berücksichtigt, darf nicht individualistisch wie etwa bei einer speziellen Kunstform beantwortet werden. Daher können die o.g. Leitlinien nur Wirksamkeit entfalten, wenn sie im ärztlichen Alltag zu einer programmatischen Medizin ausgestaltet worden sind.

Ihr F.O.Miltner




Aktuelles

INFO: Umzug der Geschäftsstelle des BdB in München

Ab 01.11.07 gilt folgende neue Anschrift für
die Geschäftsstelle des BdB in München:

HOHENZOLLERNSTR. 84
80801 München


Tel. und Fax bleiben unverändert



Aktuelles

Protokoll Mitgliederversammlung des BdB vom 08.09.2007

Protokoll der ordentlichen Mitgliederversammlung des BdB am 08. September 2007
in der KVB München, Elsenheimerstr. 39, München


Eröffnung der Versammlung durch den 1. Vorsitzenden Herrn Dr. Klaus Schalkhäuser
Protokollführerin war Frau Gertraud Dandl.
Anwesend waren ca. 28 Teilnehmer (siehe Anwesenheitsliste)
Beginn der Versammlung: 10.50 Uhr

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

1. Begrüßung und Feststellung der
Beschlussfähigkeit
2. Bericht des Vorsitzenden mit Aussprache
3. Bericht des Schatzmeisters
4. Entlastung des Vorstandes
5. ?Umsetzung des Kapitels 36 und Ausblicke auf
die EBM-Reform? (Dr. B. Rochell, KBV)
6. Verschiedenes

Entsprechend der Tagesordnung werden die einzelnen Punkte abgehandelt, wobei der Vortrag von Herrn Dr. B. Rochell mit Zustimmung der Mitgliederversammlung zum Tagesordnungspunkt ?3? erklärt wird.


TOP 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Der Bundesvorsitzende Herr Dr. Schalkhäuser begrüßt die anwesenden Teilnehmer und stellt die Beschlussfähigkeit fest.
Weitere Änderungen der Tagesordnung werden nicht beantragt.

TOP 2: Bericht des Vorsitzenden mit Aussprache
Der Bundesvorsitzende Herr Dr. Klaus Schalkhäuser gibt seinen Rechenschaftsbericht ab.
Seit der letzten Mitgliederversammlung am 4. November 2006 sind zwar 18 Mitglieder aus Altersgründen oder wegen Aufgabe der belegärztlichen Tätigkeit ausgeschieden, im gleichen Zeitraum konnten wir jedoch 28 Belegärztinnen/-ärzte als neue Mitglieder begrüßen. Nach Bereinigung der Mitgliedsdateien hat der Belegarztverband heute 519 voll zahlende Mitglieder. Hinzu kommen rund 450 kooptierte Mitglieder des Berufsverbandes der Deutschen Urologen und des Berufsverbandes der Kinderärzte.

Wir nehmen Abschied und gedenken unseres langjährigen Mitgliedes Dr. Ralf Brandt, der uns für immer verlassen hat.
Unsere Anteilnahme gehört seinen Angehörigen.
Unseren erkrankten Mitgliedern wünschen wir eine baldige Genesung.

Mit der Verabschiedung des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes (GKV-WSG) hat die Koalitionsregierung zwar ihre Ziele, durch eine umfassende Reform eine dauerhafte Sanierung der Finanzierung unseres Gesundheitswesens zu erreichen, noch nicht abgeschlossen, aber erstmals wurden, bereits jetzt erstmalig und gleichzeitig, alle Beteiligten unseres Gesundheitssystems durch die vorgesehenen Maßnahmen getroffen. Von besonderer Bedeutung für die Vertragsärzte sind dabei die Vorgaben für eine nachhaltige, schrittweise Reform des EBM hin zu einer EURO-Gebührenordnung, wobei die ersten Änderungen bereits zum 1. Januar 2008 eingeführt werden müssen. Näheres dazu werden wir sicherlich durch Herrn Dr. Bernhard ROCHELL heute erfahren.

Welche ökonomischen Auswirkungen die Einführung des vorgesehenen Basistarifs in die privatärztliche Versorgung haben und für dessen Sicherstellung die KBV zuständig sein wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Es gibt allerdings Schätzungen, nach denen die Vertragsärzte bis zu 2 Mia EURO Mindereinkünfte zu erwarten haben könnten.

Den Krankenhäusern wurde das Recht eingeräumt, sich in verstärktem Maße an der ambulanten Krankenversorgung zu beteiligen und sie werden diese Möglichkeiten zweifellos nutzen. Gestärkt wird diese Tendenz der Verlagerung der ambulanten, fachärztlichen Versorgung an das Krankenhaus durch das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz als flankierende Maßnahme. Danach können nämlich nun auch angestellte Ärzte an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen, wenn auch nur in einem begrenzten Rahmen. Gleiches gilt umgekehrt natürlich auch für die Vertragsärzte.
Trotzdem, Chancen zeichnen sich allerdings durch das GKV-WSG auch für die Vertragsärzte ab. Wurden doch die Grundlagen für eine Kostenerstattung deutlich vereinfacht, hat der Gesetzgeber auch erstmals nach dem Verursacherprinzip definierte ärztliche Leistungen aus dem GKV-Leistungskatalog zu Lasten der Versicherten herausgenommen, sicherlich wohl ein Hinweis, wohin die nächste Gesundheitsreform auf diesem Sektor sich weiter entwickeln könnte.
Diese Gesundheitsreform ist ideologisch gefärbt, gespickt mit Taschenspielertricks, und ist der Einstieg in eine dirigistische Staatsmedizin. Keine Verbände, noch nicht einmal die großen Lobbyistengruppierungen, konnten während des Gesetzgebungsverfahrens auf diese Tendenzen einen wesentlichen Einfluss nehmen. Es ist also zu befürchten, dass die nächste Regierung diesen Weg der Vereinheitlichung mit Leistungsabbau konsequent weiter fortschreiben wird.
Es ist auch zu befürchten, dass die Vertragsärzteschaft in Zukunft weiterhin kein wirklich ernst zu nehmender Verhandlungspartner sein wird. Die Krise, in der sich die Vertragsärzte befinden, ist mit der unlängst erfolgten Abwahl von ULRICH WEIGELDT, dem hausärztlichen Vertreter im KBV-Vorstand, einmal mehr sichtbar geworden.
Unsere ärztliche Freiberuflichkeit steht auf dem Spiel und es geht um den Erhalt der ambulanten fachärztlichen Versorgung im Besonderen.
Es macht keinen Sinn, wenn Fachärzte auf utopische Geldforderungen des Hausärzteverbandes in gleicher Weise reagieren und sich die beiden Versorgungsbereiche gegenseitig populistisch befehden.
Diese für die Ärzteschaft schädlichen Scharmützel müssen beendet werden.
Schaffen es die Hausärzte und die Fachärzte nicht, gemeinsam die ärztliche Tätigkeit durch Festschreibung von klinischen Behandlungspfaden zu definieren und sich dadurch evidencebasiert voneinander abzugrenzen, dann wird es irgendwann der Gesetzgeber tun, sicherlich zum Nachteil für Alle.
Ein Ende der teilweise immer noch unsachlichen Diskussionen über die Vergütung belegärztlicher Leistungserbringung ist ebenfalls notwendig.
Entgegen der Vorgaben im Koalitionsvertrag vom 11. November 2005 hat der Gesetzgeber zeitgleich mit Inkrafttreten des GKV-WSG festgelegt, dass der Bewertungsausschuss im Einheitlichen Bewertungsmaßstab Regelungen zur angemessenen Bewertung belegärztlicher Leistungen zu treffen hat. Mit Einführung des Kapitels 36 in den EBM ist diese Vorgabe durch die Selbstverwaltung umgesetzt worden.
Auch wenn Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, bereits mit Rundschreiben vom Juli d. J. bereits dazu nähere Informationen erhalten haben, gestatten Sie mir nochmals, auf einige Punkte einzugehen.

Man kann nicht gerade behaupten, dass die belegärztliche Vergütung durchgehend in allen KVen bereits in der Vergangenheit angemessen war und dem gesetzlichen und dem stets von allen Körperschaften fortgeschriebenen Förderungstatbestand gerecht wurde. Insofern forderte der Belegarztverband seit seiner Gründung vor mehr als 25 Jahren gebetsmühlenartig einen sogenannten ?Dritten Topf? für die belegärztlichen Leistungen. Eine echte Krise entstand mit einem deutlichen Süd-Nordgefälle mit der Einführung des EBM 2000 plus zum 1. April 2005, dessen Belegarzt-Abschnitt 31.2 ohne Beteiligung des Bundesverbandes der Belegärzte entwickelt wurde. Nach Verabschiedung des EBM-Gesamtprojektes im Spätherbst 2004 durch den Bewertungsausschuss haben wir dann allerdings konsequent die handwerklichen Fehler aufgezeigt und bei Politik, Krankenkassen und KBV vor den Folgen gewarnt. Die KBV setzte daraufhin alle ihre Möglichkeiten ein, um noch bei den Krankenkassen nachhaltige Änderungen durchzusetzen, was aber bekanntlich nur marginal gelang. Entscheidend allerdings waren dann die höchst unterschiedlichen regionalen Honorarverteilungsverträge.

Selbstverständlich hat auch der Vorstand des Belegarztverbandes erkannt, dass die Weiterentwicklung der DRGs durch Verfeinerung in zunehmend differenziertere Prozeduren und eine Zunahme normativ-analytisch abgeleiteter, reiner Beleg-DRGs in Belegkrankenhäusern zu Erlösproblemen führen könnte. Hinzu kommen allerdings generell rückläufige Zahlen stationärer Behandlungsfälle, auch durch Austausch in ambulante Verrichtungen und Aufgabe belegärztlicher Tätigkeit, was an dieser Stelle nicht verschwiegen werden darf.
Insoweit hat sich der Vorstand nie verschlossen, mit den Krankenhausverbänden deren Probleme ebenfalls zu besprechen und hat Vorschläge zur gemeinsamen Lösung unterbreitet, die allerdings niemals gemeinsam weiter verfolgt wurden.
Wenn auch im Koalitionsvertrag festgelegt ist, dass die belegärztliche Vergütung nach dem ?DRG-System? erfolgen soll, wurde diese Vorgabe in keiner Phase der Entwicklung des GKV-WSG aufgenommen und auch der Versuch, diese Koalitionsvereinbarung über eine zielgerichtete Bundesratsinitiative des Landes Hessen umzusetzen, scheiterte. Vielmehr wurde im für die Belegärzte so wichtigen § 121 SGB V festgelegt, dass im EBM Regelungen zur angemessenen Bewertung belegärztlicher Leistungen zu treffen sind.
Ob nun das Kapitel 36 diese politische Forderung durchgehend erfüllen wird und ob damit jeder Belegarzt befriedigt sein wird, vermag zumindest ich derzeit nicht zu beurteilen.
Wann allerdings haben die Krankenkassen jemals zugestimmt, einer Arztgruppe einen Honorarzuwachs von 25 %, das sind nämlich die zugesicherten ominösen 74 Mio EURO, zu gewähren ? Dadurch und durch die Festlegung einer extrabudgetären Vergütung wurde endlich der geforderte ?Dritte Topf? geschaffen.

Dass die DRG-Befürworter, die im übrigen die Vorlage ihrer eigenen Hessen-Initiative als unzureichend ablehnten, über diese politische Entscheidung enttäuscht sind, mag ich ja noch verstehen. Wenn aber einige Herren, die als Belegärzte in Wirklichkeit vordergründig Krankenhausinteressen vertreten, mit Halbwahrheiten und populistischen Verbrämungen dem Belegarztverband vorwerfen, sein Vorstand habe den ?Belegärzten geschadet?, weil dieser nicht einer DRG-Lösung zugestimmt habe, so fehlt mir hier jedes Verständnis. Die Belegkrankenhäuser sollten ihre Hausaufgaben machen, sich nämlich an der Kalkulation der Beleg-DRGs durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) beteiligen, was bislang praktisch nicht geschah und nicht behaupten, dass die Kalkulationen dieser DRGs nicht sachgerecht erfolgt seien.
Der Bundesverband der Belegärzte ist und bleibt für rein belegärztliche Fragen der zentrale Ansprechpartner für Politik, Krankenkassen, KBV, Bundesärztekammer und Deutsche Krankenhausgesellschaft.
Der Bundesverband der Belegärzte hat die Interessen seiner Mitglieder und deren Beschlüsse zu vertreten.
Und Sie haben mit überwältigender Mehrheit auf der letzten Mitgliederversammlung beschlossen, einer EBM-Lösung den Vorzug vor einer DRG-Lösung zu geben. Diese Entscheidung wurde im übrigen gestärkt durch die Zustimmung der Präsidenten aller fachärztlichen Berufsverbände, ausgenommen der Berufsverband der Chirurgen, wobei allerdings der Berufsverband der niedergelassenen Chirurgen ein positives Votum abgegeben hatte.
Ohne an dieser Stelle zunächst näher auf das Kapitel 36 einzugehen - auf das Referat von Herrn ROCHELL im Anschluss wird erneut verwiesen -, ist festzuhalten, dass die Punktzahlen bei Schnittoperationen nun in einzelnen Fachgebieten bis zu 50 % höher liegen, die Umsetzung in die Honorarverteilung in einzelnen KVen allerdings sich schwierig gestaltete. Die KBV hat alle KVen aufgefordert, in dieser Woche die vertraglichen Abschlüsse mitzuteilen und ich bin auf das Ergebnis dieser Abfrage sehr gespannt. Den Abschluss für Hessen, von dessen Belegarztvorsitzendem die meiste Kritik kam, kenne ich:
4,7 Cent für Primärkassen, 5,00 Cent für Ersatzkassen.

Welche Perspektiven ergeben sich nun für die Belegärzte und -ärztinnen ?

1. Es steht jedem Belegarzt/-ärztin selbstverständlich frei, seine diesbezügliche Zulassung zurück zu geben und freie Vereinbarungen mit einem Krankenhausträger zu schließen, um damit allerdings in ein Abhängigkeitsverhältnis zu treten.
2. Das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz gestattet es, ebenfalls unter Aufgabe des Belegarztstatus, angestellter KH-Arzt oder Mitglied eines MVZ zu werden.
3. Die EBM-Lösung ermöglicht es, mit den unveränderten Rechten und Pflichten eines Belegarztes unter deutlich verbesserten Rahmenbedingungen seinen vertragsärztlichen Status uneingeschränkt beizubehalten.

Der Belegarztverband hat zwischenzeitlich einer exemplarischen Zahl von Belegärzten beratend bei der Gestaltung von freien Verträgen außerhalb des Belegarztwesens geholfen.
Die Angebote der jeweiligen Krankenhausträger waren durchaus völlig unbefriedigend und konnten nicht empfohlen werden.
Der Vorstand nimmt für sich in Anspruch, sehr intensiv und mit flexibler Hartnäckigkeit die Beschlüsse seiner Mitglieder verfolgt zu haben, um die Voraussetzungen für ein ökonomisch gesichertes Belegarztwesen zu schaffen. Eine DRG-Lösung konterkariert die bereits eingeschränkte Freiberuflichkeit endgültig und würde auch aus Sicht von Politik und Krankenkassen die Wirtschaftlichkeit dieser bislang einzigartigen integrierten Versorgungsform und damit auch den gesetzlich vereinbarten Förderungstatbestand beenden.
Der noch einigen Ortes bestehende Dissens muss einer emotionslosen und zukunftsorientierten Zusammenarbeit weichen, das bieten wir ohne Vorbehalt an.
Nur dann können wir geschlossen den Herausforderungen der nächsten Gesundheitsreform begegnen.
Ohne das vertrauensvolle Mitwirken des gesamten Vorstandes, dem ich dafür herzlich ebenso danke, wie auch stellvertretend Herrn Dr. van RHEE, dem Landesvorsitzenden des einzigen BdB-Landesverbandes, wären die zurückliegenden Aufgaben nicht machbar gewesen.
Mein Dank und Anerkennung gilt auch besonders Frau DANDL, die in hervorragender Weise die Geschäftsstelle leitet.

Zur Vertiefung des gesprochenen Wortes wurden einige Folien präsentiert.

Die Aussprache war geprägt von einem grundsätzlich positiven Votum zum Kapitel 36.
Die notwendigen Honorarverteilungsverträge sind bislang nur für die KVen Hessen, Baden Württemberg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Bremen und Berlin erfolgt. Wobei sich hier Punktwerte von 4,2 bis 5,0 ct. ergeben haben. Dies wird als durchaus positiv in der Diskussion bestätigt. Auf die Probleme der Anästhesiologen wird von entsprechenden Mitgliedern hingewiesen.
Insbesondere wurde seitens des BdB-Vorstandes betont, dass man einen Konsens mit den DRG-Befürwortern anstrebe, um eine weiterführende, geschlossene Diskussion zum Belegarztwesen sicher zu stellen. Dieser Vorschlag wurde von den Mitgliedern durchaus positiv beurteilt.
In Erwartung des Referates von Herrn Dr. B. Rochell wird dann die Diskussion beendet.

TOP 3: ?Umsetzung des Kapitels 36 und Ausblicke auf die EBM-Reform? (Dr. B. Rochell, KBV)
Referat von Herrn Dr. B. Rochell, Kassenärztliche Bundesvereinigung, mit dem Thema:
?Umsetzung des Kapitels 36 und Ausblicke auf die EBM-Reform?

Herr Dr. Rochell sichert zu, dass er dem BdB sein Referat als pdf-datei zur Verfügung stellen wird.
Dieses wird, nach Erhalt, in Verbindung mit dem Protokoll der Mitgliederversammlung vom 08.09.07 auf der Internetseite des BdB:
bundesverband-belegaerzte.de
eingestellt werden.

In der Diskussion dieses Referates wurde spezifisch auf die beabsichtigte Novellierung des EBM 2008 eingegangen.
Dabei wurde festgehalten, dass bislang die Krankenkassen zugestimmt haben, das Kapitel 36 unverändert fortzuschreiben. Herr Dr. Rochell beantwortet spezifische Fragen zu einzelnen Fachgruppen.

Der Bundesvorsitzende des BdB, Herr Schalkhäuser und Herr Dr. Rochell wurden im übrigen durch die Mitglieder für ihren Einsatz bei der Entwicklung des Kapitels 36 und der Bundesempfehlung durch standing ovations und jeweils einem Präsent geehrt. Dafür haben sich die beiden Herren bedankt.


TOP 4: Bericht des Schatzmeisters
Der Schatzmeister des BdB, Herr Dr. Himmer, konnte aus persönlichen Gründen leider nicht an der Mitgliederversammlung teilnehmen.
Der stellvertretende Vorsitzende des BdB, Herr Prof. Dr. Miltner, stellt den Finanzbericht des Geschäftsjahres 2006 mit Perspektiven für das Geschäftsjahr 2007 vor.
Am 31.12.2006 betrug das Umlaufvermögen des BdB 11401,24 Euro.
Die Vermögenswerte betrugen 6415,97 Euro.
Der Bundesverband der Belegärzte schließt das Geschäftsjahr 2006 mit einem Verlust von
3199,51 Euro ab. Gegenüber dem Vorjahr 2005 ist dieser Verlust jedoch deutlich geringer.
Als besondere Kostenstellen wurden die Aufwendungen des Präsidiums im Rahmen der Entwicklung des Kapitels 36 und die Unterstützung des Landesverbandes Niedersachsen hervorgehoben.
Für das Geschäftsjahr 2007 wird ein ausgeglichener Finanzbericht erwartet.

TOP 5: Entlastung des Vorstandes
Der Bundesvorsitzende, Herr Schalkhäuser, weist im Zusammenhang mit dem Finanzbericht darauf hin, dass zwar derzeit der Mitgliedsbeitrag von jährlich 90,- Euro als ausreichend angesehen wird, eine Erhöhung des Beitrages in Zukunft könne jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Auf Antrag von Herrn Dr. Hauser wird der Vorstand ohne Gegenstimme, bei eigener Stimmenthaltung, entlastet.

TOP 6: Verschiedenes
In einer kurzen Diskussion wird auf das BSG-Urteil zum kollektiven Zulassungsverzicht eingegangen.
Der BdB kann aufgrund seiner Gesellschaftsform und der differenzierten Mitglieder des Verbandes hierzu keine Position beziehen.

Ende der Versammlung: ca. 15.15 Uhr

München, 08.09.2007



Dr. med. K. Schalkhäuser Gertraud Dandl
1. Vorsitzender des BdB Schriftführerin




Aktuelles

Dr. Rochell - Vortrag anläßlich der Mitgliederversammlung des BdB am 08.09.2007:

"Die Umsetzung des Kapitels 36 und Ausblicke auf die EBM Reform 2008"

Meldung herunterladen:

PDF-Datei  2007-09-08_BdB_Kapitel_36_Umsetzung_EBM_2008_Rochell_s.pdf (837621 bytes)
 
 


Aktuelles

Für Mitglieder: Einladung zur Mitgliederversammlung des BdB am 08.09.07 in München




Einladung
zur ordentlichen Mitgliederversammlung
des
Bundesverbandes der Belegärzte e. V.
am 8. September 2007 in München

ORT: KV Bayern, Elsenheimerstr. 39, Saal 5550
BEGINN: 10:30 Uhr
ENDE: 14:00 Uhr




TAGESORDNUNG

1. Begrüßung und Feststellung der
Beschlussfähigkeit
2. Bericht des Vorsitzenden mit Aussprache
3. Bericht des Schatzmeisters
4. Entlastung des Vorstandes
5. 'Die Umsetzung des Kapitels 36 und Ausblicke
auf die EBM-Reform' (Dr. B. ROCHELL, KBV)
6. Verschiedenes




gez. Dr. Klaus Schalkhäuser
- Bundesvorsitzender ?






Aktuelles

Mitglieder-Info Juli 2007

BUNDESVERBAND DER BELEGÄRZTE e.V.
B d B
RUNDSCHREIBEN
Dr. med. Klaus Schalkhäuser,
Bundesvorsitzender
Erdinger Str. 21, 84405 Dorfen
Telefon: 08081-95 35 00
Telefax: 08081-95 70 70
E-Mail: BDU@BDUROL.de

Rundschreiben Juli 2007


Sehr geehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege,

am 1. April 2007 sind das Belegarzt-Kapitel 36 und das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) in Kraft getreten, wie Sie wissen. Insbesondere zu Hintergründen und Entwicklung des Kapitels 36 haben wir in unserem Rundschreiben März 2007 ausführlich berichtet. Da einerseits sicherlich sich nicht jeder von Ihnen an Details erinnert, aber andererseits die Diskussion zur Frage einer DRG-basierten Leistungsvergütung von einigen Herren, die im übrigen neben ihrer Belegarzttätigkeit als Krankenhausdirektoren auch reine Krankenhausinteressen vertreten, populistisch und oftmals unverständlich weiter angeheizt wird, erlaube ich mir deshalb, einige Passagen dieses Vorgangsschreibens zum besseren Verständnis der Situation zu zitieren:

'Sicherlich ohne über vertiefende Detailkenntnisse zu verfügen, haben die Koalitionspartner in ihrer Koalitionsvereinbarung vom 11. November 2005 sehr lapidar festgestellt, dass die belegärztliche Vergütung nach dem DRG-System erfolgen soll, ohne auch nur annähernd Hinweise für die Umsetzung zu formulieren. Bei der Entwicklung des GKV-WSG wurde diese Vorgabe der Koalitionsvereinbarung zu keinem Zeitpunkt aufgenommen. Wohl durch Einflussnahme interessierter Gruppen hat dann Ende 2006 das Land Hessen eine Bundesratsinitiative zur Einführung eines DRG-Systems mit vorgesehener Wirkung ab 1. Januar 2008 gestartet. Diese wurde aber nicht nur von den DRG-Befürwortern, sondern auch von der Bundesregierung abgelehnt. Vielmehr wurde im GKV-WSG im für die Belegärzte wichtigen § 121 SGB V festgelegt, dass der Bewertungsausschuss mit Wirkung zum 1. April im Einheitlichen Bewertungsmaßstab Regelungen zur angemessenen Bewertung belegärztlicher Leistungen zu treffen hat (= nun Kapitel 36).'

'Mit Unterstützung durch die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat der Bundesverband der Privatkrankenanstalten (BDPK) ein Konzept vorgelegt, das die Einführung von hauptamtlichen DRGs für die belegärztliche Leistungserbringung und die Vergütung der Belegärzte aus dem Krankenhausbudget fordert. Diesem Konzept haben sich einige selbständige regionale Belegarztvereinigungen, die nicht Organe des Bundesverband der Belegärzte e. V. sind, angeschlossen. Die Hoffnung war, dass der Differenzbetrag zwischen dem Erlös einer hauptamtlichen und einer belegärztlichen DRG als sog. Arztkostenanteil dann die belegärztliche Vergütung sei. Dass dem leider nicht so ist, ist sehr schnell für den Interessierten aus den DRG-Handbüchern im übrigen zu entnehmen.'
Die notwendige Bundesempfehlung für das Kapitel 36 erlaubt es den KVen, die belegärztlichen Leistungen mit unterschiedlichen Punktwerten zu versehen. Insoweit hat der BdB jede KV aufgefordert, die Leistungen des Kapitels 36 mit den kalkulierten 5,11 Cent und die Zusatzleistungen aus anderen Kapiteln mit dem jeweiligen Regelleistungspunktwert zu vergüten, um dieser neuen Abrechnungssystematik gerecht zu werden. Zu befürchten allerdings ist, dass die Krankenkassen sich ?zieren? werden, ohne Widerspruch die von ihnen selbst zugesicherten Finanzmittel einzubringen. Insofern kann nicht ausgeschlossen werden, dass erst über das Schiedsamt die Umsetzung erzwungen werden muss und dann allerdings Nachzahlungen erfolgen müssen.

'In unzähligen Gesprächen mit den Entscheidungsträgern zur Zukunft der Belegärzte, der Politik, den Spitzen und den Fachreferenten des BMG, den Krankenkassen, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der KBV und der BÄK und den verschiedenen Lobbyistenverbänden war es das kontinuierliche Anliegen des BdB-Vorstandes, eine Lösung für die Probleme der Belegärzte zu finden, die die Freiberuflichkeit und Unabhängigkeit sichert, aber vor allem eine angemessene Leistungshonorierung in Aussicht stellt. Als dann die BdB-Mitgliederversammlung am 4. November 2006 sich mit überwältigender Mehrheit gegen eine DRG-Lösung entschieden hatte, die Hessen-Initiative auch von den DRG-Befürwortern als unzureichend abgelehnt wurde, die Kalkulationen des Kapitels 36 als durchaus angemessen zu beurteilen waren, die Krankenkassen für die Belegärzte zusätzliche 74 Mio. EURO freistellten, die Vergütung extrabudgetär erfolgen wird und die von uns geforderte kurzfristige Einführung zum 1. April d. J. durch den Gesetzgeber vorgegeben wurde, ist die Unterstützung der EBM-Lösung durch den BdB-Vorstand sicherlich nachvollziehbar.'

Wie also befürchtet, sind derzeit die Honorarverteilungsverträge zur belegärztlichen Vergütung nach Kapitel 36 und auf Basis der Bundesempfehlung noch nicht zwischen den Vertragspartnern vereinbart, in Einzelfällen werden sicherlich die Schiedsämter zu entscheiden haben. Derzeit zeichnet sich allerdings wohl in vielen KV-Bereichen ein Punktwert von 4,6 bis 5,0 Cent für die Leistungen des Kapitels 36 ab.

Der BdB hat in erster Linie die Interessen seiner Mitglieder und deren Beschlüsse zu verfolgen. Wir haben uns aber stets bereit erklärt, die Interessen der Krankenhausträger im Rahmen des Möglichen mit zu vertreten. Zuletzt wurde dieses Angebot dem BDPK am 28. November 2006 nach einer gemeinsamen Besprechung im Bundesministerium für Gesundheit unterbreitet, welches aber einmal mehr bis heute nicht weiter aufgegriffen wurde. Gerade auch von dieser Seite wurde stets beklagt, dass die 64 belegärztlichen DRGs mit normativ-analytischer Ableitung, die übrigens 65 % aller Belegfälle entsprechen, durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) nicht sachgerecht kalkuliert seien. Daraus würden insbesondere reine Belegkrankenhäuser durch rückläufige Erlöse in Existenznöte geraten, da die Differenz der Bewertungsrelation einer Beleg- zur Hauptabteilung nun im Mittel 28,4 %, jedoch bei den abgeleiteten DRGs die Differenz lediglich etwa 15 % betrüge. Sollte dieser Vorwurf einer Fehlkalkulation richtig sein, dann wäre dies wahrscheinlich ausschließlich darin begründet, dass lediglich 1 (!) reines Belegkrankenhaus Kalkulationsdaten in 2007 zur Verfügung gestellt hat, im Gegenzug jedoch 92 Krankenhäuser mit 23 verschiedenen Fachabteilungen Kalkulationsdaten, die den vorgegebenen Kriterien genügen, an InEK geliefert hat, wie aktuell durch dessen Geschäftsführer Dr. F. HEIMIG veröffentlicht wurde.
Aus sehr durchsichtigen Gründen haben sich also die Belegkrankenhäuser einer Mitwirkung an einer sachgerechten DRG-Kalkulation entzogen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass nach einer Mitteilung des BMG etwa 79 % der Belegkliniken zu den Budgetgewinnern gehören.

Wenn also der Vorsitzende des Verbandes Hessischer Belegärzte e. V. als ein eigenständiger Verband das Belegarztsystem vor dem 'Aus' bezeichnet und zur Umsetzung seiner Partikularinteressen die Einführung von Hauptabteilungs-DRGs als Rettung fordert, dann verschweigt er, wohl wissend, dass damit der Wirtschaftlichkeitsvorteil des Belegarztsystems und damit auch der Förderungstatbestand entfällt, dass der Gesetzgeber hauptamtlichen DRG-Erlösen seine Zustimmung wohl verweigern wird, die Krankenkassen in Einzelfällen dem Abschluss von Versorgungsverträgen nicht nachkommen werden, der Belegarzt seinen Status verliert und in ein Abhängigkeitsverhältnis zum Krankenhausträger tritt, um nur einige Konsequenten aufzuzeigen. Dann allerdings gehört das Belegarztsystem tatsächlich der Vergangenheit an.
Trotz dieser emotionalen, der Sache wenig hilfreichen und teilweise unsachlich-polemischen Attacken Einiger gegen den BdB-Vorstand, bleibt es natürlich auch unser erklärtes Ziel, die ?Arbeitsstätten? der Belegärzte zu sichern. Unser Angebot dazu gilt unverändert.
Der Gesetzgeber hat sich zunächst von seiner Koalitionsaussage einer DRG-basierten Leistungsvergütung verabschiedet, verpflichtende Vorgaben in § 121 SGB V festgelegt und die Selbstverwaltung hat termingerecht das Kapitel 36 mit einer zusätzlichen Finanzierungsgrundlage von EURO 74 Mio. eingeführt. Dies wird die Honorarsituation der Belegärzte spürbar verbessern.
Insofern ergeben sich grundsätzlich für die Belegärzte folgende Perspektiven:

1. Jeder Belegarzt kann seine Zulassung zurück
geben und freie Vereinbarungen mit einem
Krankenhausträger schließen.
2. Durch das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz
kann der Belegarzt unter Aufgabe des
Belegarztstatus angestellter KH-Arzt oder
Angehöriger eines MVZ werden.
3. Durch die EBM-Lösung wird ein Verbleib als
Belegarzt nach § 121 SGB V durchaus ermöglicht
und auch empfohlen.

Selbstverständlich wird der BdB auch denjenigen beratend zur Verfügung stehen, die sich als Konsiliarärzte eine gesicherte Zukunft erhoffen.
Die Belegklinik allerdings muss Wettbewerbsstrategien entwickeln, eine DRG-Lösung allein wird nicht genügen, das Belegarztsystem dauerhaft zu erhalten.

Soweit, liebe Kolleginnen und Kollegen, eine Einstimmung auf unsere Mitgliederversammlung, die dieses Jahr aus terminlichen und organisatorischen Gründen bereits am 8. September in München stattfindet und zu der Sie der Vorstand herzlich einlädt (siehe Anlage).
Dort werden wir nicht nur über die Zukunft des Belegarztsystems sprechen, sondern auch die Chancen aufzeigen, die das GKV-WSG bietet.

Es ist unser unverrückbares Ziel, die Freiberuflichkeit des Belegarztsystems unter tragfähigen ökonomischen Bedingungen dauerhaft zu erhalten.

Mit freundlichen Grüssen
Für den Vorstand


Dr. Klaus Schalkhäuser
Bundesvorsitzender